Euro 08: Kirchen wollen Menschen begleiten

Schweizer Delegation zu erstem Gespräch über Fußballeuropameisterschaft in Wien

Wien – „Beim Fußball erleben die Menschen emotionale Höhepunkte, sei es beim Sieg oder in der Niederlage, und hier möchten wir die Menschen begleiten“, sagte Bischof Mag. Herwig Sturm anlässlich des Besuchs zweier Delegierter aus der Schweiz für erste Gespräche zur Euro 08 am Montag, 13. November, in Wien. Bei der Fußballeuropameisterschaft, die in Österreich und der Schweiz gemeinsam ausgetragen wird, gehe es auch darum, die „theologische Dimension von Fairness und Gemeinschaft einzubringen“. Sturm will sich bemühen, die Zusammenarbeit der Kirchen in der ökumenischen Gemeinschaft zu fördern: „Hier sind alle Kirchen herausgefordert, kreativ, diakonisch und missionarisch zu agieren.“

„Es gehe darum, den gesamtgesellschaftlichen Auftrag der Kirchen wahrzunehmen“, betonte Pfarrer Markus Sahli, persönlicher Mitarbeiter des Präsidenten des Schweizerischen Kirchenbundes (SEK), Dr. Thomas Wipf. Die Kirchen könnten etwas beitragen zu dem friedlichen Ablauf der Spiele, „hier werden wir unsere seelsorgerliche und diakonische Kompetenz zeigen“. Zu beachten seien auch humanitäre Dimensionen wie etwa die Zwangsprostitution, Rassismus oder der Faire Handel mit Kleidung oder den Fußbällen im Zusammenhang mir der Euro 08.

Die Euro 08 wird vom 7. bis 29. Juni 2008 in der Schweiz und in Österreich ausgetragen. Eröffnet wird das Turnier in Basel, das Endspiel – und damit die Entscheidung um den Pokal – wird im Wiener Ernst-Happel Stadion ausgemacht.

Teilgenommen an dem Gespräch hatten aus der Schweiz Markus Sahli und Serge Fornerod, Leiter der Abteilung Kirchenbeziehungen des SEK, von der österreichischen lutherischen Kirche Pfarrer Mag. Kaarlo Schörkl und der Pfarrer für Öffentlichkeitsarbeit, Mag. Marco Uschmann. Im Anschluss hatte Bischof Sturm zu einem informellen Gespräch geladen.

ISSN 2222-2464