EU-Verfassung aus evangelischer Sicht

Handreichung der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE)

Berlin (epd Ö) – „Die EU-Verfassung aus evangelischer Sicht“ heißt eine Handreichung für die Gemeinden, die die „Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa“ (GEKE) herausgegeben hat. Damit ist eine „evangelische pointierende und wertende Lesehilfe zum Verfassungsvertrag“ der Europäischen Union vorgelegt worden, wie es in dem Begleitschreiben des Dokuments heißt. Die Lesehilfe soll „vor allem in den Gemeinden“ einsetzbar sein. Entworfen wurde sie von dem Sozialethiker Dr. Dieter Heidtmann. Die drei PräsidentInnen der GEKE, Prof. Elisabeth Parmentier, Prof. Michael Beintker und der Rats-präsident Pfarrer Thomas Wipf ermutigen dazu, „besonders in den Ländern, in denen Volksentscheide zur EU-Verfassung stattfinden werden, die Handreichung zu verbreiten“. Auf diese Weise werde die „notwendige Diskussion“ über die Zukunft des Kontinents mitgestaltet. Die Diskussion über die Verfassung sei „notwendig und sinnvoll“, heißt es auch in der Handreichung. Das Dokument greift aus evangelischer Sicht wichtige Punkte aus der EU-Verfassung mit ausführlichen Zitaten heraus und kommentiert diese dann. So wird etwa „Das religiöse Erbe in der Präambel“, „Die Grundwerte“ oder „Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik“ besprochen.

Das Dokument „Die EU-Verfassung aus evangelischer Sicht, Eine Handreichung für die Gemeinden“ gibt es im vollen Wortlaut auf www.evang.at/europaeische-union.html.

Zur „Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa“ (GEKE) haben sich 104 protestantische Kirchen in Europa (darunter fünf südamerikanische Kirchen, die sich aus früheren Einwandererkirchen entwickelt haben) zusammengeschlossen. Lutherische, reformierte, unierte, methodistische und hussitische Kirchen gewähren einander durch ihre Zustimmung zur Leuenberger Konkordie von 1973 Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft.

ISSN 2222-2464