Erster Empfang zum Reformationsfest

Evangelische Kirche: Standortbestimmung im Blick auf europäische Entwicklungen – Offener Dialog über neue Wege für Kirchen und Gesellschaft

Wien, 25. Oktober 2001 (epdÖ) Erstmals lädt die Evangelische Kirche A. und H.B. zu einem Empfang anlässlich des Reformationsfestes. Am Vorabend des diesjährigen Gedenktages der Reformation soll eine Standortbestimmung der Evangelischen Kirche in Österreich im Blick auf Entwicklungen der Europäischen Union und ihre Erweiterung erfolgen. Die festliche Veranstaltung findet am Dienstag, dem 30. Oktober 2001, um 16.00 Uhr im Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Dr. Ignaz-Seipel-Platz 2, 1010 Wien, statt.

„Mit dem Reformationsfestempfang wollen wir uns nicht selber feiern, sondern einladen, mit uns in einen offenen Dialog über neue Wege für Kirchen und Gesellschaft einzutreten“, erklärte Oberkirchenrat MMag. Robert Kauer gegenüber epdÖ. Die Evangelische Kirche wolle mit dem Empfang zum Reformationsfest der Öffentlichkeit einen Überblick über ihre Arbeit geben und über ihre Position zu aktuellen Problemen informieren. Darüber hinaus soll dieses Fest jedes Jahr einer Diözese die Möglichkeit bieten, sich in der Bundeshauptstadt vorzustellen. Die Reihe eröffnet in diesem Jahr die Diözese Burgenland, die sich mit ihren Arbeitsbereichen und Angeboten der Öffentlichkeit präsentiert. Nicht zuletzt wolle, so Kauer, der Reformationsempfang ein „Forum der Begegnung und des Dialogs mit führenden Vertretern der Geschwisterkirchen in den Nachbarländern“ sein.

Auf dem Empfang spricht Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel über „Die Aufgaben der Kirchen in der Europäischen Union und bei ihrer Erweiterung“. Zum selben Thema referiert auch der ehemalige Generalsekretär des Weltkirchenrates, Dr.D. Philipp Potter. Bischof Mag. Herwig Sturm nimmt Stellung zur aktuellen Lage der Evangelischen Kirche in Österreich.

Außerdem erfolgt auf dem Empfang die Verleihung des Diakoniepreises 2001 durch den Präsidenten der Generalsynode, Dr. Peter Krömer. Erwartet werden zu der Veranstaltung rund 350 Besucherinnen und Besucher, darunter zahlreiche leitende Persönlichkeiten aus in- und ausländischen Kirchen wie beispielsweise Kardinal Dr. Christoph Schönborn und die evangelische Bischöfin von Holstein-Lübeck, Bärbel Wartenberg-Potter, sowie Vertreter der Politik, darunter der Bundesminister für soziale Sicherheit und Generationen, Mag. Herbert Haupt.

ISSN 2222-2464