Eine Chance, Frieden zu stiften

Ökumenische Friedenslichtfeier in der armenischen Kirche

Wien, 19. Dezember 2001 (epd Ö) Delegationen von Pfadfindergruppen aus über zehn Ländern Europas nahmen an der neunten Ökumenischen Lichtfeier anlässlich der Weitergabe des aus Bethlehem gebrachten ORF-Friedenslichtes teil, die am 15. Dezember im Innenhof der Armenisch-Apostolischen Kirche in Wien stattfand.

Der Armenisch-Apostolische Erzbischof Dr. Mesrob K. Krikorian verwies auf die leidvolle Geschichte seines Volkes. Gerade den Christen sollte jetzt „in der Zeit der Erwartung des Herrn“ das Bemühen um Frieden ein Anliegen sein. Der Wiener Superintendent, Mag. Werner Horn, erklärte, der Unfrieden, den Menschen einander zufügen, sei dem von Gott geschenkten Frieden gegenüberzustellen. So könne man das Licht aus Bethlehem, das aus einem Land komme, wo derzeit alles andere als Frieden herrsche, neu sehen lernen.

Die rund fünfhundert Kinder und Jugendlichen erinnerte der Leiter der Abteilung Religion im ORF-Radio und Initiator der ORF-Friedenslicht-Aktion, Dr Helmut Obermayr, an den Wunsch der Bewohner des Landes, aus dem das Licht gebracht wurde, nach Shalom bzw. Salam aleikum. Das persönliche Weitergeben von Mensch zu Mensch sei eine Chance, Frieden zu stiften, auch mit einem nicht so vertrauten Menschen.

In Anschluss daran lud der römisch-katholische Weihbischof P. Dr. Ludwig Schwarz die Kinder und Jugendlichen ein, einander die Hände zu reichen und das Vaterunser in der eigenen Landssprache gemeinsam zu beten.

ISSN 2222-2464