Einblicke in den Pfarrerinnenalltag in Österreich

Oberkirchenrätin Ingrid Bachler wirbt für den Beruf der Pfarrerin in der Evangelischen Kirche. (Foto: Archivbild, epdÖ/M.Uschmann)
Oberkirchenrätin Ingrid Bachler wirbt für den Beruf der Pfarrerin in der Evangelischen Kirche. (Foto: Archivbild, epdÖ/M.Uschmann)

religion.orf.at porträtiert Wiener Pfarrerinnen

Wien (epdÖ) – Was bedeutet es heute, in Österreich Pfarrerin zu sein? Dieser Frage geht der Artikel „Pfarrerinnen: Wenn Frauen Kirche tragen“ auf religion.orf.at nach und porträtiert die beiden Gemeindepfarrerinnen Gabriele Lang-Czedik und Helene Lechner sowie Oberkirchenrätin Ingrid Bachler. Als Pfarrerin müsse man viele unterschiedliche Dinge unter einen Hut bringen, so der Grundtenor des Textes. Neben den Aufgaben in einer Pfarrgemeinde gilt es etwa, Religionsunterricht im Ausmaß von acht Wochenstunden zu erteilen. Darüber hinaus gebe es täglich kleinere und größere Herausforderungen zu meistern, etwa die Leitung von Umbauarbeiten des Kirchenraums.

In der Evangelischen Kirche sind Frauen den Männern gleichgestellt, sie verdienen auch gleich viel, erklärt Oberkirchenrätin Bachler gegenüber religion.orf.at. Dass es so wenige Frauen in höheren Ämtern gibt – obwohl sie ihnen durchaus angeboten würden –, bedauert Bachler. Einer der Gründe könnte sein, dass Frauen recht realistisch einschätzen können, was ein solches Amt mit sich bringt. Ein Mann sehe die Chancen für seine Karriere, eine Frau sehe, „was das für eine Arbeit ist“, sagt die Oberkirchenrätin.

Auf etwa 50 bis 70 Stunden Arbeit pro Woche schätzen die beiden Pfarrerinnen aus Wien-Liesing ihre Arbeitsbelastung. „Es gibt viele Abendtermine – mit einer Familie kann das eine Herausforderung sein, auch wenn man sich vieles selber einteilen kann“, meinen Lang-Czedik und Lechner. Beide betonen, dass die Gemeinde auch vom Engagement der vielen Ehrenamtlichen lebe. Dennoch sei der Beruf aus Sicht Bachlers „familienfreundlich“.

Als „Exotin in doppelter Hinsicht“ fühlt sich hin und wieder Pfarrerin Lechner, speziell als junge Frau in ökumenischen Sitzungen. Über die zaghafte Tendenz in der katholischen Kirche, Frauen den Zugang zu Weiheämtern zu ermöglichen, freuen sich die beiden Pfarrerinnen. „Ich kenne viele theologisch sehr begabte katholische Frauen“, so Gabriele Lang-Czedik. Auch Oberkirchenrätin Bachler hebt die „bewundernswerte Arbeit“ von katholischen Frauen, etwa Pastoralassistentinnen, hervor: „Sie spüren den Ruf, arbeiten genau das Gleiche, aber stehen im Schatten.“

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ISSN 2222-2464