Ein beharrlicher und geduldiger Vermittler

Bischof Sturm erhält höchste Auszeichnung des Landes Niederösterreich

St. Pölten, 24. Oktober 2002 (epd Ö) „Wir wünschen uns noch viel Zeit, um dem Evangelium in diesem Lande Raum zu geben.“ Das sagte Bischof Mag. Herwig Sturm in seiner Dankesrede anlässlich der Verleihung des Goldenen Komturkreuzes mit dem Stern des Ehrenzeichens für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich am 23. Oktober im Ostarrichisaal des Niederösterreichischen Landhauses in St. Pölten.

Der Präsident des Niederösterreichischen Landtages, Mag. Edmund Freibauer, der in Vertretung von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll die höchste Auszeichnung des Landes Niederösterreich überreichte, gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass das „evangelische Kirchenparlament“ während seiner Sitzungen in St. Pölten auch im Landhaus tagte. Es sei anerkennenswert, dass es in der Evangelischen Kirche „so viel Demokratie gibt“. Freibauer warf die Frage auf, was es für das Zusammenleben der gesellschaftlichen Gruppen in Österreich bedeute, dass nach der jüngsten Volkszählung eine Million Personen ohne religiöses Bekenntnis in Österreich lebe.

In seiner Laudatio auf Bischof Sturm hob der Präsident der Generalsynode und Synode A.B., RA Dr. Peter Krömer, hervor, dass während der Tätigkeit Sturms als Bischof der Evangelischen Kirche A.B. wesentliche Änderungen in der Kirche durchgeführt wurden, so im Pfarrerdienstrecht und in der Struktur der Kirchenleitung. Herausragende Eigenschaften Sturms seien seine Beharrlichkeit und sein Engagement als geduldiger Vermittler. Auch am Fortschritt der Ökumene in Österreich sei Sturm maßgeblich beteiligt.

ISSN 2222-2464