Eichgraben: Schwester Berta Schwiethal verstorben

Schwester Berta Schwiethal entwarf liturgische Tücher. Foto: S. Schiebendrein
Schwester Berta Schwiethal entwarf liturgische Tücher. Foto: S. Schiebendrein


Letzte der drei kommunitär lebenden Schwestern starb 95jährig

Eichgraben (epdÖ) Die ehemalige Kinderschwester und Paramentenmeisterin Berta Schwiethal ist 95jährig am Sonntag, 3. Jänner, in Eichgraben verstorben. Schwiethal, deren Arbeiten in vielen Kirchen in Österreich, Deutschland und Frankreich Gemeinden an die Zeit im Kirchenjahr erinnern, gehörte der Ökumenischen Schwesterngemeinschaft an. Innerhalb dieses ökumenischen Kreises von Frauen entschlossen sich drei zu kommunitärem Leben. Ab 1959 in Pressbaum und ab 1968 im Schwesternhaus neben der Michaelskapelle in Eichgraben wirkte Berta Schwiethal als Paramentikerin. Sie entwarf, zeichnete, stickte und webte liturgische Tücher für Altar und Kanzel. Im Oktober 2014 zeigte eine Ausstellung im Gemeindesaal Eichgraben viele ihrer Arbeiten.

Die schon verstorbenen Schwestern Gisela von Heyden und Hildegard Iwan waren als Seelsorgeschwester bzw. als Religionslehrerin und Gemeindeschwester im Bereich der Pfarrgemeinde Purkersdorf tätig. Neben ihren beruflichen Tätigkeiten pflegten die Schwestern das tägliche Morgen-, Mittags- und Abendgebet, wirkten als Küsterinnen und Helferinnen. Mit Bertl Schwiethal verstarb nun die letzte der drei kommunitär lebenden Schwestern.

Schwiethal lebte in den letzten Jahren allein, zuletzt liebevoll betreut von Pflegerinnen. „Die Kirche in ökumenischer Weite und die Gemeinden am Ort waren ihre Heimat“, heißt es in einem Nachruf der Pfarrgemeinde. Schwester Bertl hinterlasse „eine Spur der Herzlichkeit. Im ganzen Ort Eichgraben war sie sehr beliebt und bekannt, ein bescheidenes aber sehr deutliches Beispiel für gelebtes Christentum.“

Das Begräbnis findet am Freitag, 8.1., um 11:00 Uhr am Friedhof in Eichgraben statt, der Gedenkgottesdienst danach in der Michaelskapelle um 12:00 Uhr.

ISSN 2222-2464