Düriegel: Menschen sind nicht zu kontingentieren

Empfang der Synoden im Wiener Rathaus

Wien, 28. Oktober 2003 (epd Ö) „Wir haben nichts zu kontingentieren, wenn es um den anderen Menschen geht“. Das erklärte der frühere Direktor der Museen der Stadt Wien, HR Dr. Günter Düriegel, bei einem Cocktailempfang für die evangelischen Synoden am Montagabend im Wiener Rathaus. Düriegel, der Bürgermeister Michael Häupl bei dem Empfang vertrat, erinnerte an die protestantische Vergangenheit Wiens im 16. Jahrhundert, als Wien zu 75 Prozent protestantisch war. „Als Christen und Christinnen glauben wir an einen persönlichen Gott, der sich auf uns Menschen einlässt. Gott riskiert es, dass wir uns vollständig anders verhalten, als wir uns verhalten sollten“, sagte Düriegel. Im 21. Jahrhundert seien die Kirchen herausgefordert, auf die christliche Botschaft aufmerksam zu machen, wenn sich in der „Gesellschaft abenteuerliche Dinge abspielen“. Konkret nannte Düriegel in diesem Zusammenhang die Armutsproblematik im „reichen Land Österreich“ oder etwa die Diskussion um die Flüchtlingspolitik.

 

„Wir wollen eine wachsende Kirche sein, bleiben und werden“, betonte Synodenpräsident RA Dr. Peter Krömer und zeigte sich dankbar, dass „die evangelische Stimme in Wien gehört“ werde.

ISSN 2222-2464