Donau-Uni Krems startet Seminarreihe zur Klimagerechtigkeit

Mehr Badetage im Sommer oder die Bedrohung der eigenen Existenz: Die Auswirkungen des Klimawandels sind global ungleich verteilt. Foto: pixabay
Mehr Badetage im Sommer oder die Bedrohung der eigenen Existenz: Die Auswirkungen des Klimawandels sind global ungleich verteilt. Foto: pixabay

Kooperation mit ÖRKÖ und Allianz für Klimagerechtigkeit

Krems/Wien(epdÖ) – In den heißen Sommertagen beschäftigt der Klimawandel die Menschen ganz besonders. Während die Auswirkungen der globalen Erwärmung in Mitteleuropa jedoch noch weitgehend überschaubar bleiben zeichnet sich im globalen Süden ein anders Bild. Häufigere Dürren und extreme Wettereignisse gefährden die ökonomische Grundlage agrarisch geprägter Gebiete zum Beispiel in Afrika. Auf derartige Ungleichverhältnisse reflektiert ab kommendem Herbst die Seminarreihe Klimagerechtigkeit an der Donau-Universität Krems. In Kooperation mit dem Ökumenischen Rat für Österreich (ÖRKÖ) und der Allianz für Klimagerechtigkeit, in der NGOs wie Care Österreich, die Dreikönigsaktion oder Greenpeace vertreten sind, sollen dabei „die sozialen, kulturellen und ethischen Dimensionen“ des Klimawandels beleuchtet werden. Die Teilnehmenden, heißt es in einer Infobroschüre der Donau-Uni, „erhalten einen profunden Überblick über die naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels und über unterschiedliche Aspekte des Phänomens“.

Aufgeteilt sind die Inhalte in vier zweitägige Blöcke im November 2019 sowie im Februar, April und Juni 2020. Der erste Seminarblock liefert unter anderem naturwissenschaftliche Grundlagen, beschreibt Folgen des Klimawandels wie Migration und Adaption und beschäftigt sich mit Strategien der Kommunikation des Themas. Im zweiten Teil dominieren ethische und spirituelle Aspekte, darunter der Blick der Religionen auf das Phänomen, Teil drei thematisiert die Entwicklung der internationalen Klimapolitik. Der abschließende vierte Block will von der Theorie zum Handeln führen, „transformatives Handeln in Richtung Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit“ verheißt die Überschrift.

Als Zielgruppe definieren die Macherinnen und Macher der Seminarreihe „MitarbeiterInnen von Umweltorganisationen, Entwicklungsorganisationen und Initiativen im Bereich der Klimagerechtigkeit, FunktionärInnen von Religionsgemeinschaften in Führungsverantwortung“ und „kirchliche MitarbeiterInnen in den Bereichen Schöpfungsverantwortung, Nachhaltigkeit, Entwicklungszusammenarbeit und globale Solidarität“. Wer zum Abschluss eine Seminararbeit verfasst kann sich dafür 7 ECTS-Punkte anrechnen lassen. Die Kosten belaufen sich auf 980 Euro, Veranstaltungsort ist Wien. Interessentinnen und Interessenten haben die Möglichkeit, sich bis 21. Oktober mit Lebenslauf und Motivationsschreiben unter www.donau-uni.ac.at/klimagerechtigkeit für die Seminarreihe zu bewerben.

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ISSN 2222-2464