Diözese Niederösterreich wählt SuperintendentIn

Die Diözese Niederösterreich sucht für ihre 28 Gemeinden und 40.000 Mitgliedern einen neuen Superintendenten bzw. eine neue Superintendentin. (Foto: epv)
Die Diözese Niederösterreich sucht für ihre 28 Gemeinden und 40.000 Mitgliedern einen neuen Superintendenten bzw. eine neue Superintendentin. (Foto: epv)

Martin Müller und Christa Schrauf stellen sich der Wahl am 23. Jänner in St. Pölten

St. Pölten(epdÖ)- Martin Müller, Pfarrer der Kärntner Pfarrgemeinde Waiern und Christa Schrauf, Rektorin des Diakoniewerks in Gallneukirchen, stellen sich der Wahl zum Superintendenten/zur Superintendentin der Diözese Niederösterreich am Samstag, 23. Jänner. Die Wahl findet in den Räumen des Militärkommandos Niederösterreich in St. Pölten statt, Sitzungsbeginn ist um 9.30 Uhr mit einer Andacht, die Bischof Michael Bünker gestalten wird. Gewählt wird der Superintendent/die Superintendentin von den Mitgliedern der Superintendentialversammlung, in der Delegierte aller niederösterreichischen evangelischen Pfarrgemeinden zusammenkommen. Leiten wird die Wahl Superintendentialkuratorin Gisela Malekpour. Die Wahl ist notwendig, da Superintendent Paul Weiland im August 2015 überraschend verstorben ist.

Martin Müller, 1958 in Innsbruck geboren, studierte Evangelische Theologie in Basel und Wien. Er absolvierte sein Vikariat in Gallneukirchen und wurde 1986 in Innsbruck ordiniert. Als ordinierter Vikar und später als Pfarrer ist er seit 1986 für die Pfarrgemeinde Waiern tätig. Seit 1999 leitet er die Evangelische Akademie Kärnten. Müller ist seit 2004 Senior und Mitglied des Superintendentialausschusses. Darüber hinaus unterrichtete Müller 1989 bis 2011 Homiletik an der Evangelischen Diakonenschule Martin-Luther-Kolleg Waiern, von 1988 bis 1999 unterrichtete er im Fach „Ethische Grundfragen“ im Lehrgang für soziale Leitungsfunktionen der Diakonie Waiern. Er ist ausgebildeter Mediator, engagiert in der Rundfunkarbeit (Fernseh- und Rundfunkgottesdienste etc.) und publiziert regelmäßig Beiträge in Andachtsbüchern und Predigthilfen.

Christa Schrauf wurde 1959 in Mörbisch am See geboren. Sie studierte evangelische Theologie in Wien und Zürich und absolvierte das Masterstudium Diakoniewissenschaften und Diakoniemanagement in Bethel/Bielefeld. Ihr Vikariat verbrachte Schrauf in Unterschützen/Bad Tatzmannsdorf und Oberwart, sie wurde 1986 ordiniert. Von 1988 bis 2000 wirkte sie in der Pfarrgemeinde in Großpetersdorf, von 2000 bis 2008 war sie amtsführende Pfarrerin an der Grazer Heilandskirche. Seit 2008 ist Schrauf Rektorin und Vorstandsvorsitzende des Evangelischen Diakoniewerks mit Sitz in Gallneukirchen. Schrauf absolvierte darüber hinaus die Lehrgänge „Leitung und Führung in kirchlichen und sozialen Organisationen“ und „Gemeindeleitung, -gestaltung und -entwicklung der Evangelischen Kirche in Österreich“. Schrauf ist Mitglied zahlreicher Arbeitskreise und Gremien.

Zu den Aufgaben des neuen Superintendenten/der Superintendentin gehört die geistliche Führung der Diözese. Er/Sie hat die Aufsicht über die kirchlichen Ordnungen und über die schriftgemäße Verkündigung. Zu den bischöflichen Rechten gehören Ordination und Visitation. Die Stellung entspricht der des Diözesanbischofs in der Römisch-katholischen Kirche. Die evangelische Diözese Niederösterreich hat knapp 40.000 Mitglieder in 28 Gemeinden.

ISSN 2222-2464