Diözesane Orgelreisen führen bis nach Slowenien

Einer der Höhepunkte der Orgelreisen: Die Lenter-Orgel in der Wiener lutherischen Stadtkirche. Foto: Lenter Orgelbau
Einer der Höhepunkte der Orgelreisen: Die Lenter-Orgel in der Wiener lutherischen Stadtkirche. Foto: Lenter Orgelbau

Musikalische Annäherungen an „Königin der Instrumente“

Wien (epdÖ) – Auf akustische Reiseerlebnisse zu Orgelhighlights von Slowenien über St. Pölten bis Gosau dürfen sich Liebhaberinnen und Liebhaber der – nach Mozart – „Königin aller Instrumente“ diesen Sommer und Herbst freuen. Mit einer Serie von „Orgelreisen“ will der Verband der Evangelischen Kirchenmusik in Österreich ganz besondere Orgeln in den Diözesen und über die Grenzen des Landes hinaus näher bringen. Dabei geht es nicht nur um die Musik, sondern auch um die Geschichte und das Innenleben der Instrumente aus Häusern wie Lenter, Van Vulpen oder Steinmeyer.

Nach Auftaktveranstaltungen in der Steiermark und im Burgenland steht am Freitag, 21. Juni, eine Fahrt zur Orgelbauwerkstatt Močnik nahe der slowenischen Hauptstadt Ljubljana am Programm. Der Kärntner Diözesankantor Martin Lehmann und der katholische Kirchenmusikreferent Klaus Waltritsch sorgen für die Gestaltung. Am Samstag, 6. Juli, geht es mit dem Diözesankantor von Salzburg-Tirol, Gordon Safari, und Organist Markus Stepanek über Aigen nach Golling und Hallein. Nach einer Sommerpause eröffnen der St. Pöltner Organist Marcus Hufnagl und der römisch-katholische Kirchenmusikreferent Johann Simon Kreuzpointner in der niederösterreichischen Landeshauptstadt den herbstlichen Reisereigen mit einem Orgelspaziergang zu Kirche und Konservatorium. Am 28. September lädt Gordon Safari dann nach Tirol, wo Orgeln in Innsbruck und Fulpmes zu sehen und zu hören sind. Safaris oberösterreichische Kollegin Franziska Leuschner führt eine Woche später, am 5. Oktober, über Gosau nach Hallstatt, wo sie mit Sopranistin Susanne Thielemann zu hören ist. Ebenfalls am 5. Oktober öffnen die Wiener Citykirchen für Orgelaffine ihre Türen: Sven Koblischek und Yasuko Yamamoto sind in der reformierten, Erzsébet Windhager-Geréd in der Lutherischen Stadtkirche zu hören.

„Wie kein anderes Musikinstrument ist jede Orgel in ihrer Bauart einzigartig, eng auf den Raum abgestimmt“, sagt Landeskantor Matthias Krampe. Historisch hätten sich „Orgellandschaften“ herausgebildet, habe „jede Nation und jede geschichtliche Epoche ihre je eigenen Merkmale, klanglich wie tech­nisch, entwickelt“. Die Instrumente erzählten „von den Bedingungen, für die und unter denen sie ganz individuell entwickelt wurden“. Diese Bedingungen sollten durch die musikalischen wie musikhistorischen Erkundungstouren nähergebracht werden.

Alle Details zu den Orgelreisen unter www.vekoe.info

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ISSN 2222-2464