31.10.2020

Digitale Kirche

Michael Chalupka über neue Räume für den Gottesdienst

Onlinegottesdienste bieten viele Pfarrgemeinden an - wie etwa hier in Schwechat. Foto: epd/Windisch

Michael Chalupka über neue Räume für den Gottesdienst

Normalerweise sängen heute am Reformationstag tausende Stimmen in den evangelischen Gottesdiensten: „Ein feste Burg ist unser Gott!“ Doch heuer ist nichts normal. Die Regierung verkündet am 31.Oktober die neuesten Coronamaßnahmen. In den evangelischen Kirchen werden Masken getragen, die Orgel spielt und die Gemeinde hält Abstand und singt aus Vorsicht und Nächstenliebe nicht. Nur im virtuellen Raum, da lässt es sich risikolos singen, in Zoom- oder WhatsApp Gottesdiensten.

Da treffen sich Chöre und singen miteinander, jede und jeder vor seinem PC. Und es funktioniert. „Ecclesia semper reformanda“, Kirche erneuert sich ständig, heißt ein Leitspruch der Reformation.

Die Coronakrise hat zu einem rasanten Wandel des gemeinsamen Feierns in der digitalen Welt geführt. Denn die Krise war für manche Entwicklungen, auch die der Kirche, wie ein Katalysator. Es geschieht Erstaunliches. Menschen feiern gemeinsam, die sich noch nie gesehen haben. Im Online-Gottesdienst können Gebetsanliegen mit anderen spontan geteilt werden. Vieles, was vor Monaten noch Zukunftsmusik war, ist längst von der Realität überholt und hat neue Räume eröffnet, andere Menschen erreicht. Für Menschen, die den klassischen Gottesdienst lieben, ist es vielleicht noch ein wenig gewöhnungsbedürftig. Aber schauen sie doch rein. Den Einstieg zu einem virtuellen Reformationsgottesdienst finden Sie hier.

ISSN 2222-2464

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