Die Schöpfung bewahren

Die Welt schützen, um sie für Kinder, Enkelkinder und viele weitere Generationen bewohnbar zu halten. Foto: pixabay
Die Welt schützen, um sie für Kinder, Enkelkinder und viele weitere Generationen bewohnbar zu halten. Foto: pixabay

Was wir brauchen, ist eine Änderung unseres Lebensstils, meint Michael Chalupka

Die Vertreter der Kirchen und Religionsgemeinschaften unterstützen einhellig das Klimavolksbegehren, das diese Woche zur Unterschrift aufliegt. Die Unterstützung eines Volksbegehrens ist noch nie dagewesen und wird sich auch so schnell nicht wiederholen.

„Die Klimafrage ist die Frage der Zukunft der Welt“, sagte Kardinal Schönborn. Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, Oskar Deutsch, erinnerte an die Schöpfungsgeschichte in den 5 Büchern Mose, der Tora, in der den Menschen aufgetragen wurde, den Garten Eden zu bearbeiten und zu beschützen. Die jüdischen Weisen erklärten dazu: „Wenn ihr die Erde zerstört, wird sie niemand für euch reparieren.“ Die Welt zu schützen, um sie für Kinder, Enkelkinder und viele weitere Generationen bewohnbar zu halten, müsse als Gebot für die gesamte Menschheit verstanden werden. Und der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft, Ümit Vural, unterstrich: „Es braucht ein Gleichgewicht zwischen Natur, Gott und Mensch.“

Angesichts der Klimakatastrophe sagt uns die Wissenschaft, wie es dazu kommen konnte, und sie zeigt Maßnahmen auf, wie die Erderwärmung, wenn sie schon nicht rückgängig gemacht werden, so doch gebremst werden kann. Was es braucht, ist eine Bereitschaft zur Änderung unseres Lebensstils. Die Religionsgemeinschaften wollen sich dafür einsetzen, die Hirne und Herzen der Menschen zu bewegen, um die Schöpfung zu bewahren.

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ISSN 2222-2464