Die Kirche neu verstehen lernen

Offen Evangelisch als Thema des diesjährigen Presseheurigen

Wien, 3. Juli 2002 (epd Ö) „Viele Menschen nehmen zu wenig ernst, dass sie diese Kirche mitgestalten können“, dies sagte Bischof Mag. Herwig Sturm bei einem Presseheurigen am 26. Juni in Wien. „Offen Evangelisch bietet mündigen Christen die Chance, sich zu beteiligen, und wir brauchen diese Kompetenzen.“

Bei dem Presseheurigen, zu dem das Presseamt der Evangelischen Kirche einmal im Jahr Journalistinnen und Journalisten einlädt, berichteten neben dem Bischof Oberkirchenrat Dr. Michael Bünker und Pfarrerin Mag. Monika Salzer über Offen Evangelisch.

Neue Sichtweise: Kirche als Organisation

„Gesellschaftliche Veränderungen geschehen heute zunehmend durch Organisationen, etwa aus der Wirtschaft“, so Bünker. Auch die Kirche sei eine Organisation, und „wenn sich eine Organisation Kirche verändert, verändert sich auch die Gesellschaft.“ Diese Sichtweise von Kirche als Organisation sei „eine neue.“ Bei Offen Evangelisch werde sich „die kirchliche Arbeit konsequent an den kirchlich Distanzierten orientieren“ so der Projektleiter. „Das wird die Kirche verändern.“

„Offen Evangelisch stört den herkömmlichen Kirchenbetrieb, und das ist das Spannende“ so die Projektmanagerin, Monika Salzer. Die Evangelische Kirche habe Offen Evangelisch aus einer „Position des Selbstbewusstseins begonnen. Wir sind dabei, Kirche neu verstehen zu lernen.“

Offen Evangelisch ist die Organisationsentwicklung der Evangelischen Kirche. Weitere Informationen gibt es bei Pfarrerin Mag. Monika Salzer, 0699 188 77 035, oder unter oe.evang.at.

ISSN 2222-2464