Die Bibel hinter Gitter

Gefangene schreiben ihre persönlichen Eindrücke zur Bibel auf

Wien, 27. August 2003 (epd Ö) Einen Akzent im „Jahr der Bibel“ 2003 setzt die Evangelische Gefängnisseelsorge in Österreich gemeinsam mit der Österreichischen Bibelgesellschaft und ruft zu einer ökumenischen Initiative in den Justizanstalten Österreichs auf.

Unter dem Stichwort „Die Bibel hinter Gitter“ sind in den kommenden Wochen Gefangene aufgerufen, ihre besonderen Erfahrungen und Erkenntnisse bei der Lektüre biblischer Bücher schriftlich festzuhalten. Eine Jury unter dem Vorsitz von Dr. Jutta Henner, der Vorsitzenden der Österreichischen Bibelgesellschaft, wird sehr gelungene Beiträge auswählen, die veröffentlicht werden sollen.

Geschichten, die das Leben schreiben kann

„Wir alle, InsassInnen und SeelsorgerInnen, hören und erzählen in den Gefängnissen von Geschichten, die das Leben schreiben kann,“ so Pfarrer Geist, evangelischer Gefängnisseelsorger in den Justizanstalten Wiens. Da sei es „gut“, wenn das Wort der Bibel von Vergebung, Gerechtigkeit und Liebe „immer wieder Frucht bringen kann und neuen Lebensmut schafft.“ Ziel des Projektes solle es sein, sehr persönliche Eindrücke vom Lesen in der Bibel aufzuschreiben. „Gefangene aus unterschiedlichsten Herkunftsländern werden sich bestimmten Fragen stellen, etwa: Was löst die Bibel in mir aus? Was hat mich besonders angeregt/angesprochen oder gereizt/geärgert?“

Die Aktion wird bis zum Reformationstag am 31. Oktober 2003 laufen. Geist: „Ich bin sehr gespannt auf die hoffentlich zahlreichen Rückmeldungen.“

www.gefaengnisseelsorge.at

ISSN 2222-2464