Diakoniewerk Oberösterreich weitet Flüchtlingshilfe aus

Es geht vor allem darum, den Flüchtlingen eine menschenwürdige Unterkunft zu bieten (Foto: Diakoniewerk Oberösterreich/Erhard Kozlik)
Es geht vor allem darum, den Flüchtlingen eine menschenwürdige Unterkunft zu bieten (Foto: Diakoniewerk Oberösterreich/Erhard Kozlik)

90 Flüchtlinge finden derzeit in Linzer Berufsschule vorübergehend Unterkunft

Linz (epdÖ) – In einer Linzer Berufsschule hat das Diakoniewerk Oberösterreich kurzfristig Wohnplätze für 90 Asylwerberinnen und Asylwerber geschaffen. Damit reagierte das Diakoniewerk auf die aktuell herrschende Notlage. „Durch die Übersiedlungen ist es den Flüchtlingen nun möglich, in einer menschenwürdigen Unterkunft zu leben“, heißt es von Seiten der Organisation. Die Versorgung und Begleitung der AsylwerberInnen wird bis zum Umzug in dauerhafte Unterkünfte durch das Diakoniewerk gewährleistet.

Seit 2004 engagiert sich das Diakoniewerk Oberösterreich in der Betreuung von Flüchtlingen. Aufgrund der steigenden Zahl von Kriegsflüchtlingen wird das Engagement in der Begleitung von Flüchtlingen im Rahmen der Grundversorgung nun verstärkt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Diakoniewerks stellen die Grundversorgung sicher, schaffen für die begleiteten Personen eine Tagesstruktur, ermöglichen Deutschkurse, leisten Hilfestellung bei Behördenwegen und sorgen für adäquate Freizeitbeschäftigungen. Neben der Versorgung mit dem Notwendigsten stehen die gesundheitliche Stabilisierung und das Aufzeigen von Perspektiven im Mittelpunkt der Betreuungsarbeit.

Unerträgliche Zustände in Flüchtlingsunterkünften

Seit Monaten kritisiert die Diakonie landesweit die unmenschlichen Zustände in den österreichischen Flüchtlingsunterkünften. Tausende Flüchtlinge haben derzeit keinen festen Schlafplatz in einer festen Unterkunft. Die Aufgabe sei durchaus zu bewältigen, wenn die Politik endlich damit beginne, die Vorschläge der Hilfsorganisationen ernst zu nehmen, betonte Diakonie-Direktor Michael Chalupka immer wieder. Der Flüchtlingsdienst habe zurzeit „alle Hände voll zu tun“, da die Zahl der Flüchtlinge weltweit auf einen Höchststand gestiegen ist, erklärte auch „Diakonie Eine Welt“-Rektor Michael Bubik beim kürzlich präsentierten Nachhaltigkeitsbericht der Organisation. Die Unterbringung von Flüchtlingen in Zeltstädten, wie es seit Mai Realität ist, nannte Bubik einen „Tiefpunkt der österreichischen Asylpolitik“.

Aufgrund der aktuellen Notlage sucht das Diakoniewerk Oberösterreich dringend Wohnraum für Asylwerberinnen und Asylwerber. Wenn Sie helfen möchten und ein Quartier zur Verfügung stellen können, kontaktieren Sie bitte das Diakoniewerk unter  bzw. Tel. 07235 63 251 800.

Mehr Infos unter www.diakoniewerk-oberoesterreich.at/fluechtlingsarbeit

ISSN 2222-2464