Diakoniewerk Gallneukirchen: Christa Schrauf folgt auf Gerhard Gäbler

Schrauf: Soziales Handeln als Verpflichtung von Staat und Gesellschaft

Gallneukirchen (epd Ö) „Diakonie mit ihren zahlreichen Arbeitsfeldern gehört für mich zu den unverzichtbaren Bestandteilen christlichen Handelns. Und Diakonie leistet damit einen anerkannten Beitrag zum sozialen Handeln des Staates.“ Das erklärte die neue Rektorin des Diakoniewerkes Gallneukirchen, Mag. Christa Schrauf. Am 1. Oktober hat sie ihr Amt als erste Frau an der Spitze des Diakoniewerkes angetreten. Sie folgt auf Dr. Gerhard Gäbler, der in den Ruhestand tritt.

„Das soziale Engagement hat noch nicht jenen selbstverständlichen Stellenwert als unabdingbare Verpflichtung von Staat und Gesellschaft, den es braucht“, betont die neue Rektorin. In ihrer neuen Funktion biete sich die Möglichkeit, „aktuelle sozialpolitische Herausforderungen aufzugreifen und gemeinsam mit den MitarbeiterInnen nach Antworten und Lösungen zu suchen“. Gleichzeitig gelte es, „das Bewährte zeitgemäß umzusetzen, Neues zu denken und Zukunft zu gestalten“. Die evangelische Theologin war bis zu ihrer Berufung an die Spitze des Diakoniewerkes amtsführende Pfarrerin in der Gemeinde Graz-Heilandskirche, der größten evangelischen Gemeinde Österreichs.

Mit 1. Oktober hat Gerhard Gäbler die Funktion des Rektors an Christa Schrauf übergeben und ist zugleich aus dem Vorstand ausgeschieden. Er wird noch bis Ende des Jahres im Diakoniewerk bleiben, um den Übergang mitzubegleiten.

Mag. Christa Schrauf wurde 1959 im burgenländischen Mörbisch geboren und wuchs im elterlichen Weinbaubetrieb in einer Großfamilie auf. Sie studierte Evangelische Theologie in Wien und Zürich und lernte im Rahmen eines diakonischen Praktikums auch das Diakoniewerk kennen. Ihr Vikariat führte sie zurück ins Burgenland, wo sie zum geistlichen Amt ordiniert wurde. Von 1988 bis 2000 war sie Gemeindepfarrerin in Großpetersdorf, bevor sie im September 2000 amtsführende Pfarrerin an der Grazer Heilandskirche wurde, der mit mehr als 6000 Mitgliedern größten evangelischen Pfarrgemeinde Österreichs. Neben den klassischen Tätigkeiten einer Seelsorgerin war sie verantwortlich für Kindergärten, ein Altenwohnheim, Friedhöfe, die Verwaltung von Immobilien, Bauangelegenheiten und Personalfragen. Zusätzlich zur Arbeit in der Gemeinde engagierte sie sich in Gremien innerhalb und außerhalb der Kirche und war auch Seniorin der Diözese Steiermark.

ISSN 2222-2464