Diakonieverein Salzburg eröffnete Montessori Oberstufenrealgymnasium

„Antworten, die vom Leben erzählen und nicht nur im Lehrbuch stehen“

Grödig (epd Ö) – „Der Mensch hat von Gott eine unhinterfragbare und unbedingte Würde erhalten. Deshalb hat die evangelische Schule ein ganzheitliches Konzept, das nicht nur einen Teil des Menschen betrifft.“ Das erklärte der lutherische Oberkirchenrat Mag. Karl Schiefermair beim Festakt zur Eröffnung des Montessori Oberstufenrealgymnasiums (MORG) am 25. November in Grödig bei Salzburg. Das für den Religionsunterricht zuständige Mitglied der evangelisch-lutherischen Kirchenleitung hob hervor, es gehe dem evangelischen Schulwesen seit der Reformationszeit „um den Menschen“. Deshalb unterstütze die Evangelisch-lutherische Kirche die Montessori-Pädagogik.

Die Vorsitzende des Diakonievereins Salzburg, des Trägers des Oberstufenrealgymnasiums, Sybilla Aschauer, sagte, die neue Schule sei „die logische Fortsetzung der Schulen des Diakonievereins Salzburg“. Dabei gehe es „um Kinder, um Wachsen und Zusammenwachsen“. „Niemand darf unter die Räder kommen“, forderte die Diplomsozialarbeiterin.

Die Leiterin der neuen Schule, Mag. Helga Wenzel-Anders, sprach in ihrer Festrede von der „Vision“ der Montessori-Schule. Es gehe dabei um eine Schule, „in die LehrerInnen und SchülerInnen gerne kommen“. Es sei Aufgabe einer solchen Schule, auf Fragen Antworten zu geben, „die vom Leben erzählen und nicht nur im Lehrbuch stehen“. Die Schuldirektorin kündigte auch an: „Wir wollen den Jugendlichen zeigen, dass jeder Mensch über ein großes Potential von Begabungen verfügt.“

Landeshauptfrau Burgstaller: „Konfessionelle Schulen verwirklichen, wovon Politiker träumen“

Die Unterstützung des Montessori-Gedankens durch das Land Salzburg sagte auch Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller in ihrer Eigenschaft als Landesschulratspräsidentin zu. Burgstaller: „Wir wollen selbständige und selbstbewusste Menschen heranwachsen sehen.“ Die Landeshauptfrau erklärte auch: „Konfessionelle Schulen verwirklichen sehr viel von dem, wovon Politiker träumen.“ Von einem „echten Innovationsschub nicht nur für Salzburg, sondern für ganz Österreich“ sprach Landesschulinspektor Dr. Gerhard Radlwimmer im Blick auf das Montessori-Oberstufenrealgymnasium.

Ökumenische Segnung

Eine ökumenische Segnung des neuen Gymnasiums nahmen Superintendentin Mag. Luise Müller und der Rektor des römisch-katholischen Katechetischen Amtes, Prof. Dr. Raimund Sagmeister, vor. Für die reiche musikalische Ausgestaltung des Eröffnungs-Festaktes sorgten ein Streichquartett der Camerata Salzburg, die Percussion-Gruppe des MORG und der Hauptschule Grödig sowie ein Chor mit Schülerinnen des MORG und der Hauptschule des Diakonievereins. SchülerInnen des MORG und der Orientierungsstufe boten drei szenische Darstellungen nach Gedichten über Beziehungsprobleme in der Gesellschaft.

Das Montessori Oberstufenrealgymnasium des Evangelischen Diakonievereins Salzburg ist im Schulzentrum Grödig untergebracht und hat seinen Unterricht bereits mit Schuljahresbeginn aufgenommen.

ISSN 2222-2464