Diakoniepreis 2018 geht an Gallneukirchner Café-Projekt „Kowalski“

Bei der Übergabe des Diakoniepreises: Synodenpräsident Peter Krömer, Volkmar Angermeier, Vizepräsident der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, und Josef Scharinger, Vorstandsvorsitzender des Diakoniewerks Gallneukirchen, mit MitarbeiterInnen des "Kowalski". Foto: epd/Uschmann
Bei der Übergabe des Diakoniepreises: Synodenpräsident Peter Krömer, Volkmar Angermeier, Vizepräsident der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, und Josef Scharinger, Vorstandsvorsitzender des Diakoniewerks Gallneukirchen (Bildmitte v.l.), mit MitarbeiterInnen des "Kowalski". Foto: epd/Uschmann


Integrativer Arbeitsplatz für Menschen mit Behinderung

Wien/Gallneukirchen (epdÖ) – Der diesjährige Diakoniepreis der Evangelischen Kirche in Österreich für Sozialprojekte mit „sichtbarem Innovationspotential“ geht heuer an das Projekt „KOWALSKI café & bistro“ des Diakoniewerks Gallneukirchen. In dem integrativen Café an mehreren Standorten in Oberösterreich und Salzburg arbeiten Menschen mit Behinderung, serviert wird vor allem regionale, vegetarische und vegane Küche. Den Mitarbeitenden soll dadurch eine sinnstiftende Tätigkeit geboten werden, die auch soziale Kontakte fördert und Vorurteile abbaut. Verliehen wurde die Auszeichnung im Rahmen des Reformationsempfangs am Mittwoch, 24. Oktober, im Wiener Odeon-Theater von Synodenpräsident Peter Krömer und Volkmar Angermeier, Vizepräsident der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, die den mit 10.000 Euro dotierten Preis seit 18 Jahren stiftet. Mit dieser Unterstützung komme zum Ausdruck, dass die Grundsätze von Friedrich Wilhelm Raiffeisen auch heute noch gelten, unterstrich Angermeier. Wirtschaftliches Handeln müsse auch mit sozialem Engagement verbunden sein. Im Innovationspotential der ausgezeichneten Projekte sehe er durchaus auch Parallelen zur „Raiffeisen-Genetik“.

Synodenpräsident Krömer erinnerte daran, dass die Generalsynode 1997 den Preis ins Leben gerufen haben. Das heuer ausgezeichnete Projekt sei ein Vorzeigemodell für Inklusion. Menschen mit Behinderungen üben hier, so Krömer, „wertvolle Tätigkeiten“ aus, in der Begegnung mit den Besucherinnen und Besuchern geschehe wechselseitiges Lernen.

Josef Scharinger, Vorstandsvorsitzender des Diakoniewerks, betonte, dass die Cafés – die Projektidee dazu entstand im Zuge der Generalsanierung des ehemaligen Mutterhauses Bethaninen im Zuge der Landesausstellung 2015 – „exklusiv inklusiv“ Gastfreundschaft ausdrücken wollen. Gleichzeitig, so Scharinger, verschwinden dadurch „Grenzen, die sonst leider noch erlebbar sind“. Für Michael Novotny, Leiter der Gastroniebetriebe, besteht das Erfolgsrezept der Cafés nicht nur im regionalen und saisonalen Speisenangebot, sondern im „Engagement und Herzblut der MitarbeiterInnen“.

Bilder von der Verleihung des Diakoniepreises und vom Reformationsempfang finden Sie auf foto.evang.at

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ISSN 2222-2464