Diakonie: Trinkwasser-Anlagen für den Südirak

25.000 Euro für Sofortmaßnahmen

Wien, 16. April 2003 (epd Ö) Mitarbeiter des ökumenischen Hilfsnetzwerks der evangelischen Diakonie ACT (Action by Churches Together) haben im Südirak begonnen, mobile Wasseraufbereitungs-Anlagen für die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser einzurichten. Die Diakonie Österreich hat in einer ersten Phase 25.000 Euro für Sofortmaßnahmen für vom Krieg betroffene Familien im Irak zur Verfügung gestellt.

„Wir sind erleichtert, dass es trotz der jetzt offensichtlich chaotischen Situation im Irak gelingt, der betroffenen Bevölkerung humanitäre Hilfe zukommen zu lassen“, so der Direktor der Diakonie Österreich, Michael Chalupka. In den vergangenen Tagen sei es der Diakonie/ACT in Zusammenarbeit mit dem syrischen und irakischen Roten Halbmond gelungen, einen Transport von Hilfsgütern für kirchliche Hilfszentren in den Nordirak zu bringen.

„Wir werden bald vier Wasserstationen in Umm Quasr eingerichtet haben“, berichtet Diako-nie/ACT-Mitarbeiter Arve Danielsen. Seinen Angaben zufolge hatte die Wasser-Pipeline, die von Kuwait aus Wasser in den Südirak pumpen sollte, nicht funktioniert. Viele der ungefähr 44.000 Bewohner der Stadt hätten dadurch mindestens 24 Stunden ohne Trinkwasser auskommen müssen. Der Wassermangel habe dazu geführt, dass geschäftstüchtige Iraker mit Wassertankwagen herumgefahren seien und Wasser an die lokale Bevölkerung verkauft hätten.

Bereits vor einigen Tagen konnten, wie die Diakonie am Donnerstag in einer Aussendung berichtete, die Wasserspezialisten von Diakonie/ACT im Rahmen einer UNICEF-Operation die technische Ausrüstung von Kuwait in den Irak transportieren. Mittlerweile seien vier Wasserreservoirs und eine Wasseraufbereitungsanlage installiert worden, die die Menschen von Umm Quasr mit sauberem Trinkwasser versorgen können. Die mobilen Wasseraufbereitungsanlagen erlaubten es, das Wasser in jene Gegenden zu bringen, wo es dringend benö-tigt wird. „Und unser Wasser ist selbstverständlich kostenlos“, so Danielsen.

Für Hilfsmaßnahmen für die vom Krieg betroffene Bevölkerung im Irak ersucht die Diakonie um Spenden auf das PSK-Konto 23.13.300, BLZ 60.000.

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ISSN 2222-2464