Diakonie: Schulassistenz österreichweit einführen

Brigitte Sageder, eine von 513 Assistentinnen der Diakonie in Oberösterreich, bei ihrer Arbeit. Foto: Rastl/Diakonie
Brigitte Sageder, eine von 513 Assistentinnen der Diakonie in Oberösterreich, bei ihrer Arbeit. Foto: Rastl/Diakonie

Erfolgreiche Umsetzung des Modells in Oberösterreich seit 25 Jahren

Wien (epdÖ) – Die österreichweite Einführung einer Schulassistenz für benachteiligte Kinder schlägt die Diakonie anlässlich des Schulbeginns vor. In Oberösterreich funktioniere das Modell bereits bestens, verweist man auf die Erfahrung mit 513 AssistentInnen, die dort 1000 SchülerInnen an 313 Schulen zur Seite stehen. „Schulassistenz hilft Schülern mit Hör- und Sehbehinderung, Downsyndrom, Entwicklungsverzögerung, Autismusspektrumsstörung oder sozialen Schwierigkeiten“, wird der Sozialexperte und Psychologe Martin Schenk in einer Aussendung des evangelischen Hilfswerks zitiert. Die Bildungschancen dieser Kinder würden somit erhöht.

Die Assistenz ermögliche es etwa Kindern mit Beeinträchtigung, die Schule in ihrer Wohngemeinde zu besuchen. AssistentInnen helfen bei Tätigkeiten, die Schüler aufgrund ihrer Beeinträchtigung nicht ohne Hilfe ausführen können, vom An- und Ausziehen, Hilfestellung beim Essen bis zu Unterstützung in der Klasse beim Lernen. Besonders wichtig sei laut Schenk dabei eine „stabile, einfühlsame Beziehung, die dem Kind emotionale Sicherheit im schulischen Umfeld bietet und dadurch Lernen ermöglicht“.

Besonders an Schulen in sozialen Brennpunkten oder zur Integrationshilfe wäre die Schulassistenz eine „wichtige Maßnahme“, so der Diakonie-Experte. In Oberösterreich, wo das Modell bereits seit 25 Jahren funktioniert, wird die Schulassistenz vom Land finanziert; für Eltern ist sie kostenlos.

ISSN 2222-2464