Diakonie ruft zu schneller Hilfe für Kaukasus-Flüchtlinge auf

100.000 Euro für Kriegsopfer

Wien/Tiflis (epd Ö) – Zur schnellen Hilfe für die Opfer der kriegerischen Auseinandersetzungen im Kaukasus hat am Mittwoch, 13. August, Diakonie-Direktor Michael Chalupka aufgerufen. „Nach den Kämpfen sind zehntausende Menschen auf der Flucht, die zum Teil alles zurücklassen mussten und deshalb auf Nothilfe angewiesen sind“, so Chalupka. Die Diakonie-Katastrophenhilfe stellt 100.000 Euro für die Nothilfe im Kaukasus bereit.

Partner der Diakonie versorgen Flüchtlinge in der georgischen Hauptstadt Tiflis mit Nahrungsmitteln, Haushaltsgegenständen und Decken. „In der vergangenen Nacht herrschte unter den Einwohnern große Angst davor, dass die Kämpfe auch Tiflis erreichen könnten“, erläuterte der Diakonie-Vertreter in Tiflis, Levan Abashidze, am Mittwoch telefonisch. Nach seiner Beobachtung strömen nun immer mehr Flüchtlinge aus der Provinz Abchasien nach Tiflis. Zuvor waren nach seinen Angaben rund 15.000 Flüchtlinge aus Südossetien gekommen, die sowohl bei Familien als auch in öffentlichen Gebäuden wie Schulen und Turnhallen untergebracht worden sind.

Auch in Nordossetien reißt nach Informationen der Russisch-orthodoxen Kirche der Flüchtlingsstrom nicht ab. Mehr als 35.000 Flüchtlinge aus Südossetien sollen sich inzwischen dort aufhalten. Die Diakonie unterstützt die Nothilfe der Russisch-orthodoxen Kirche im Rahmen des globalen kirchlichen Netzwerks ACT („Kirchen helfen gemeinsam“) (Spenden: Kto.-Nr. PSK 23.13.300, BLZ 60.000, Kennwort: „Kaukasus“).

Bereits am Dienstag hatte auch die Caritas zur Hilfe für die Flüchtlingsopfer im Kaukasus aufgerufen. „Das Ausmaß des Konflikts ist verheerend, die Leidtragenden sind Männer, Frauen und Kinder, die großteils nur mit dem, was sie am Leib hatten, ihre Häuser verlassen mussten“, sagte Christoph Petrik-Schweifer, Auslandshilfe-Chef der Caritas Österreich. Die Caritas hilft sowohl in Georgien als auch in Südossetien und Nordossetien mit Sofortmaßnahmen (Spenden: Kto.-Nr. PSK 7.700.004, BLZ 60.000, Kennwort: Georgien).

ISSN 2222-2464