Diakonie Österreich: „Kein Kind ist zu Schaden gekommen“

Diakoniedirektor Chalupka zum Ergebnis der Überprüfung der WG Steinergasse und zu weiteren Maßnahmen

Wien, 25. Juli 2007 (epd Ö) Zu den Vorwürfen seitens einiger ehemaliger MitarbeiterInnen gegen die Wohngemeinschaft für mehrfach behinderte Kinder und Jugendliche in Wien 17, Steinergasse 3, hat die Diakonie Österreich Stellung genommen.

 

Wie Diakoniedirektor Pfarrer Mag. Michael Chalupka am 25. Juli gegenüber epdÖ erklärte, habe sich bei der Überprüfung der Vorwürfe herausgestellt, dass kein Kind zu Schaden gekommen sei. Chalupka verwies auf die Feststellung externer ExpertInnen wie der Kinderärztin des Bezirks, Dr. Beatrix Hawlicek, die betont hat: „Den Kindern, die ich in der Wohngemeinschaft betreue, geht es gut. Insbesondere dem kleinen Mädchen, von dem in den Medien berichtet wurde. Seit das Kind aus dem Spital entlassen und hierher gebracht worden ist, geht es ihm viel besser. Sie konnte sich in dieser Umgebung und unter Betreuung sehr rasch erholen.“

 

Allerdings, so Chalupka, hätten sich die ehemaligen MitarbeiterInnen „allein gelassen gefühlt und keinen Kommunikationsweg gefunden, ihre Überlastung vorzubringen“.

 

Unabhängige Begleitgruppe

 

Chalupka betonte, das Team in der WG werde personell und fachlich verstärkt, „um die MitarbeiterInnen bei ihrer belastenden und verantwortungsvollen Arbeit besser begleiten zu können“. Zusätzlich werde eine Begleitgruppe von unabhängigen ExpertInnen eingesetzt werden, die auf die Bedürfnisse der BetreuerInnen achtet und bei Schwierigkeiten zu Hilfe kommt. Chalupka: „Gemeinsam mit diesem ExpertInnen-Team wird die Diakonie das Team in der WG Steinergase unterstützen. Denn es ist weiterhin das Ziel der Diakonie, Kinder und Jugendliche mit zum Teil schwersten Behinderungen in integrativen Wohnformen das Leben zu ermöglichen, statt sie in stationären Krankenhäusern nur „verwahren“ zu lassen. Das ist unsere Überzeugung, an der wir festhalten werden“

ISSN 2222-2464