Diakonie: Investieren in Bildung als Rezept gegen die Krise

Bessere Bildungs-Chancen benachteiligter Kinder durch gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen

Wien, (epd Ö) – Bei der „Auslese“ der Viertklassler für höhere Bildung nach der Volksschule spielt die Leistungsfähigkeit der Kinder „erwiesenermaßen eine geringe Rolle“: Wie die Diakonie am Montag, 28. Juni, kritisierte, werden hierzulande bei ihrer Bildungskarriere nicht jene Kinder bevorzugt, „die am gescheitesten sind, sondern jene, deren Eltern den höchsten sozialen Status haben“. Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich forderte, das derzeitige selektive Schulsystem zu einem „inklusiven“ umzugestalten. Es müsse allen Kindern Chancen eröffnen, „egal ob mit oder ohne Behinderungen, ob hoch- oder wenig begabt, egal aus welchem Elternhaus“.
So wie sich die Pädagogik ständig weiterentwickelt, sollten sich laut Diakonie auch Lehrerausbildung, Schulverwaltung und Schularchitektur den neuesten Erkenntnissen und Anforderungen moderner Bildungssysteme anpassen. Wer behaupte, Österreich könne sich das nicht leisten, solle sich – so Chalupka – die Folgekosten selektiver Bildung vor Augen halten. Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten müsse in Zukunftssektoren wie Erziehung, Bildung und soziale Dienstleistungen investiert werden. Auf die geringen Bildungschancen benachteiligter Kinder weist auch der aktuelle Diakonie-Werbespot im Fernsehen und Radio hin, der diese Woche im ORF startet.

ISSN 2222-2464