Diakonie fühlte Parteien auf den Zahn

Vor der Wahl: In Fragen des sozialen Zusammenhalts fragte die Diakonie die Positionen der Parteien ab. Foto: pixabay
Vor der Wahl: In Fragen des sozialen Zusammenhalts fragte die Diakonie die Positionen der Parteien ab. Foto: pixabay

Moser: „Nehmen Parteien beim Wort. Auch nach der Wahl.“

Wien (epdÖ) Die Diakonie macht im Wahlkampf Druck in sozialen Fragen, die „derzeit ins Hintertreffen“ geraten würden, wie Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser am Dienstag, 10. September, erklärte. Politik müsse sich zuerst mit Fragen des sozialen Zusammenhalts beschäftigen. Daher fragte die evangelische Hilfsorganisation Positionen der größeren Parteien ab, etwa nach dem Rechtsanspruch von Menschen mit Sprachbehinderungen auf technische Hilfsmittel. ÖVP, SPÖ, FPÖ, Neos, Jetzt und Grüne würden einer Anpassung des aus dem Jahr 1994 stammenden Hilfsmittelkatalogs zustimmen, berichtet Moser.

Und alle sechs Parteien hätten sich auch unisono für eine Aufstockung des Auslandskatastrophenfonds ausgesprochen. Das Thema sei deswegen so dringlich, weil Österreichs Beitrag zur humanitären Hilfe sinkt. Das zeige ein Bericht der OECD für 2018. Mit aktuell unter 23 Millionen, davon 20 Millionen aus dem Auslandskatastrophenfonds, liege Österreich im EU-Vergleich weit hinten. „Eine beschämende Bilanz“, sagt die Diakoniedirektorin und bekräftigt: „Wer auch immer in Regierungsverantwortung sein wird: Wir nehmen die Parteien beim Wort. Auch nach der Wahl.“

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ISSN 2222-2464