Diakonie fordert „eine Schule für alle“

Chalupka: „Umfassende Reformen, die optimale Bedingungen für alle schaffen“

Wien (epd Ö) – Mit der Forderung „Eine Schule für alle!“ hat sich am Freitag die Diakonie in die laufende Schul-Debatte eingebracht. „Selektion und Exklusion sind Konzepte der Vergangenheit, die Zukunft lautet: eine Schule für alle“, so Diakonie-Direktor Michael Chalupka in einer Presseaussendung. Er sieht in der aktuellen Debatte Anzeichen dafür, dass „endlich wieder an die Kinder gedacht wird“.

Der Diakonie-Direktor appellierte an alle LehrerInnen, ein neues Bildungssystem zu unterstützen. Chalupka: „Ein gemeinsames Handeln für unsere Kinder ist das Ziel. Nie wieder werden Investitionen so gut einzusetzen sein wie bei der Bildung unserer Kinder. Daher braucht es umfassende Reformen, die optimale Bedingungen für alle schaffen.“ Die inklusive Schule biete laut Diakonie Vorteile für alle: Die Schwächeren könnten sich an den Stärkeren orientieren. Kinder ohne Behinderungen würden von den besonderen Lernsituationen profitieren, die geschaffen werden. Wenn mehrere LehrerInnen in einer Klasse unterrichten, entstünden viele positive Effekte. Zudem sei projektbezogenes Arbeiten, wie in integrativen Klassen oft praktiziert, die optimale Vorbereitung auf die heutige Arbeitswelt. Gemeinsame Schulen böten zudem soziale Integration; Schüler aus unterschiedlichen Einkommensschichten könnten gemeinsam lernen und hätten so gleiche Startbedingungen.

Internationale Studien und Experten zeigten immer wieder auf, dass Österreich enormen Reformbedarf im Bildungswesen habe. „Eine gemeinsame Schule der 6- bis 14-jährigen sowie die Integration von Kindern mit Behinderungen sind maßgebliche Elemente, die unseren Kindern ein ihnen würdiges Lernen erlauben“, so Chalupka.

ISSN 2222-2464