Flüchtlingsdienst und Philharmoniker unterstützen Flüchtlinge

Die Wiener Philharmoniker unterstützen die Arbeit des Diakonie Flüchtlingsdienst und sammelten Geld für den Kauf eines Hauses. (Foto: Wikipedia/Andreas Praefcke)
Die Wiener Philharmoniker unterstützen die Arbeit des Diakonie Flüchtlingsdienst und sammelten Geld für den Kauf eines Hauses. (Foto: Wikipedia/Andreas Praefcke)

Neue Unterkunft in St. Aegyd wird Wohnhaus und Begegnungszentrum

St. Aegyd (epdÖ) – Eine konzertierte Aktion: Die Wiener Philharmoniker sammeln Geld für Flüchtlinge, erwerben ein ehemaliges Gasthaus, lassen es für die Bedürfnisse von Menschen auf der Flucht adaptieren und übergeben es dem Diakonie Flüchtlingsdienst, der das Haus sowie die Grundversorgung der Flüchtlinge übernimmt. So passiert im niederösterreichischen St. Aegyd. Bereits seit Monaten sammeln die ProfimusikerInnen Spenden. Mittlerweile haben sie das benötigte Geld beisammen. Rund 250.000 Euro kostet das Projekt insgesamt. Dies beinhaltet etwa die Renovierung und Adaption des ehemaligen Gasthauses „Stiefsohn“. Vier Wohneinheiten zu je 70 Quadratmetern sollen zur Verfügung stehen, es handle sich also um eine verhältnismäßig kleine Flüchtlingsunterkunft, heißt es seitens des Diakonie Flüchtlingsdienstes. Der Gastraum des Hauses soll für Sprachkurse und als Ort der Begegnung genutzt werden.

„Damit wollen wir nicht nur ein Zeichen der humanitären Gesinnung setzen, sondern auch einen Raum für Verständigung eröffnen, von dem alle langfristig profitieren, auch die Gemeinde und letztlich unsere Gesellschaft“, erklärt Orchestervorstand Andreas Großbauer. Die Wiener Philharmoniker wollen diese Patenschaft auch aktiv weiterführen: in Form von Benefiz-Kammerkonzerten vor Ort, durch Vermittlung ihrer guten Kontakte zur Med-Uni Wien und weiteren wichtigen Partnern. Großbauer unterstreicht: „Natürlich werden wir persönlich mit den Bewohnern und Helfern verbunden bleiben.“ Darüber hinaus soll es sich um ein offenes Haus handeln, das zum Kontakt zwischen Flüchtlingen und einheimischer Bevölkerung einlädt und Begegnung ermöglicht.

Derzeit befindet sich das Projekt, das laut Diakonie Flüchtlingsdienst auf breite Unterstützung in der Bevölkerung zählen kann, noch in der Anfangsphase. Das notwendige Geld ist mittlerweile vorhanden, als nächster Schritt wird der Kaufvertrag unterzeichnet, ehe mit den Umbauarbeiten begonnen werden kann.

ISSN 2222-2464