Diakonie Eine Welt plant neue Wege zur Nachhaltigkeit

Nachhaltiges Gemüse wird im City-Gardening-Projekt der Inklusiven Fit-Schule der Diakonie Bildung in Wien geerntet. Foto: pixabay
Nachhaltiges Gemüse wird im City-Gardening-Projekt der Inklusiven Fit-Schule der Diakonie Bildung in Wien geerntet. Foto: pixabay

„Fridays for Ideas“ und Innovationsabteilung für neue Angebote

Wien (epdÖ) – Ihren Nachhaltigkeitsbericht für das Jahr 2018 hat die Diakonie Eine Welt vorgelegt. Bei der Präsentation am Donnerstag, 27. Juni, in Wien, sagte Michael Chalupka, bislang Geschäftsführer der Diakonie Bildung und ab September evangelisch-lutherischer Bischof, mit Blick auf den schweren Stand, den Fragen der Nachhaltigkeit in der öffentlichen Wahrnehmung haben: „Es ist eine Welt – nicht die seine, eure, meine, es ist eine einzige Welt.“ Wichtig sei es daher, „dranzubleiben und zu vermitteln, dass es die eine Welt ist, in der wir leben.“ Rektor Michael Bubik kündigte an, dass die Organisation in Sachen Nachhaltigkeit künftig neue Wege bestreiten wolle: „Eine Innovationsabteilung und das neue Format ‚Fridays for Ideas‘ widmen sich der Entwicklung neuer Angebote, die sinnvoll sind und gebraucht werden.“

Der Bericht im Detail

Der Nachhaltigkeitsbericht führt einige konkrete Maßnahmen an, die 2018 in den Einrichtungen der Diakonie Eine Welt zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks gesetzt worden sind. Beispielhaft dafür steht ein City Gardening-Projekt an der Inklusiven Fit-Schule in Wien. Mit Unterstützung der Handelskette Hofer wurde dabei eine Fläche von mehr als 1000 Quadratmetern biologisch bewirtschaftet. Insgesamt seien im vergangenen Jahr 23 Schritte zur ökologischen Nachhaltigkeit gesetzt worden, heißt es in dem Bericht.

Einsparungspotenzial bei Heizenergie

An allen Standorten komme mittlerweile ausschließlich Ökostrom zum Einsatz, was eine Einsparung von über 400 Tonnen CO2 gegenüber einem herkömmlichen Strommix bedeutet, rechnet die Diakonie Eine Welt vor. Gesunken sind im Vergleich zum Jahr 2017 der Verbrauch von Strom (minus 5,5 Prozent), Gas (minus 11,2 Prozent) und Fernwärme (minus 19,5 Prozent). Das sei aber insbesondere auf den Rückgang an Unterbringungseinrichtungen im Flüchtlingsdienst zurückzuführen. Generell konstatiert der Nachhaltigkeitsbericht noch großes Einsparungspotenzial im Bereich der Heizenergie.

Dienstfahrten: Nur mehr 17 Mal um die Welt

Deutlich zurückgegangen sind die Dienstfahrten mit PKW: Haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diakonie Eine Welt 2017 noch 21 mal die Welt im Auto umrundet waren es 2018 nur mehr knapp 17 Mal. Gestiegen sind dagegen die Dienstflüge um mehr als die Hälfte auf 211.000 Kilometer. Das hänge mit dem häufigeren Besuch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Entwicklungshilfeorganisation Brot für die Welt bei Projektpartnern in Schwerpunktländern zusammen; die Emissionen würden jedoch über die Klimakollekte kompensiert. Auch dem Thema Mobilität soll in einer weiterführenden Nachhaltigkeitsstrategie für die Jahre 2020 bis 2024 große Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Schulgeld aus Solidaritätsfonds für 73 SchülerInnen

Als Beispiel sozialer Nachhaltigkeit führt der Bericht unter anderem den Solidaritätsfonds der Diakonie Bildung. Über diesen wurden im Vorjahr mit rund 65.000 Euro 73 Schülerinnen und Schüler aus Familien unterstützt, die sich das Schulgeld der Kinder nicht zur Gänze leisten können. Sehr viel an Arbeit im Bereich sozialer Nachhaltigkeit geschehe auch im Ausland, so würden mit dem Projekt „Hope for Future“ zwei Schulen für insgesamt 950 Kinder in Korogocho, dem viertgrößten Slum Nairobis, betrieben.

Die Diakonie Eine Welt führt den Diakonie Flüchtlingsdienst, die Diakonie Bildung , die Diakonie Katastrophenhilfe und Brot für die Welt. Gesellschafter sind zu je 50 Prozent das Evangelische Werk für Diakonie und Bildung sowie das Evangelische Schulwerk A.B. Wien.

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ISSN 2222-2464