Diakonie: Dringende Hilfe in zwei Krisenregionen

Diakonie Katastrophenhilfe versorgt Flüchtlinge im Libanon und Tsunami-Opfer auf Java – Spenden dringend erbeten

Wien/Beirut/Pangandaran (epd Ö) – In zwei Regionen der Welt mit schweren humanitären Krisen, im Krieg im Nahen Osten sowie nach der Tsunamikatastrophe in Java, ist die Diakonie Katastrophenhilfe schwerpunktmäßig engagiert.

Im Libanon haben die Diakonie Katastrophenhilfe und das internationale kirchliche Hilfsnetzwerk ACT (Action by Churches Together) mit der Versorgung von Flüchtlingen begonnen. Vorerst geht es um die Unterstützung von etwa 1.500 Familien, die aus den Dörfern in der Grenzregion nach Beirut und Tripoli geflohen sind.

Anhaltende Angriffe und die Zerstörung der Infrastruktur erschweren die Versorgung der Flüchtlinge erheblich. „Viele haben es noch nicht aus der Gefahrenzone geschafft. Es muss dringlichst ein humanitärer Korridor im Südlibanon geschaffen werden“, so Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich. „Sobald diese Menschen erreicht werden können, wollen wir die Hilfe ausweiten. Dafür benötigen wir allerdings dringend Spenden.“

Libanon: Lebensmittel an 1.500 Familien

Derzeit verteilt die Diakonie-Partnerorganisation „Middle East Council of Churches“ Lebensmittel an rund 1.500 Familien. Kleinkinder werden außerdem mit Zusatznahrung versorgt. Darüber hinaus werden Hygieneartikel wie Seife, Waschmittel und Windeln an die Flüchtlinge verteilt.

Schon seit einigen Jahren engagiert sich die Diakonie Auslands- und Katastrophenhilfe in der Region Nahost, und zwar im Bereich Entwicklung, aber auch mit kleinen Initiativen für ein friedliches Miteinander im Nahen Osten. Gerade dieses Jahr startete ein Trainingsprogramm in gewaltloser Konfliktlösung an Schulen für jugendliche Palästinenserinnen und Palästinenser.

Tsunami vor Java: Hilfe mit Nahrungsmitteln und Medikamenten

Nach dem Tsunami an der Südküste der indonesischen Insel Java haben die Diakonie Katastrophenhilfe und ihre lokalen Partner mit der Versorgung der Überlebenden begonnen. „Noch ist das gesamte Ausmaß der Katastrophe unklar. Die Menschen fliehen ins Hinterland aus Angst vor weiteren Tsunamis“, erklärte Bernd Baucks, Projektkoordinator für Südasien. Für erste Soforthilfemaßnahmen hat die Diakonie Katastrophenhilfe 10.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Die indonesischen Partner der Diakonie Katastrophenhilfe versorgen die Flüchtlinge mit Nahrungsmitteln und Medikamenten. Ein Ärzteteam und eine mobile Klinik sind auf dem Weg ins Katastrophengebiet. Nach Angaben der indonesischen Behörden kamen Hunderte Menschen ums Leben, bis zu 30.000 sind obdachlos. Tausende Menschen sind auf der Flucht ins Hinterland.

Das Epizentrum des Seebebens lag rund 355 Kilometer südlich der Insel Java in einer Tiefe von 30 Kilometern. Eine bis zu zehn Meter hohe Tsunamiwelle zerstörte vor allem das Gebiet um die Touristenstadt Pangandaran. Durch den Tsunami wurden die Hütten der einheimischen Fischer zerstört, Hotelanlagen überflutet. Die Wassermassen drangen bis zu zwei Kilometern in das Landesinnere vor. Auch ein Teil der Küste vor Yogyakarta ist betroffen. Hier kamen Ende Mai Tausende Menschen bei einem Erdbeben ums Leben, viele verloren ihr Zuhause.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet dringend um Spenden für die Menschen in Nahost und in der Tsunami-Region auf Java.

Spendenkonto: Diakonie Katastrophenhilfe, PSK 23.13.300 BLZ 60.000, Kennwort „Nahost“ bzw. „Indonesien“.

ISSN 2222-2464