Diakonie: Adventaktion für chancenlose Jugendliche

Diakonie-Direktor Michael Chalupka (li.) und Kardinal Christoph Schönborn bei der Überreichung des "ursprünglichen" Adventkranzes
Diakonie-Direktor Michael Chalupka (li.) und Kardinal Christoph Schönborn bei der Überreichung des "ursprünglichen" Adventkranzes

„Ursprüngliche“ Adventkränze für Vertreter aus Kirche und Gesellschaft

Wien (epdÖ) – „Wir wollen mit der Aktion des Adventkranzes auf die vielen Jugendlichen hinweisen, die aus dem Schulsystem herausfallen und die chancenlos sind auf dem Berufsmarkt“, sagte Diakonie-Direktor Michael Chalupka, als er am 22. November einen „ursprünglichen“ Adventkranz an den Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn überreichte. „Ursprünglich“ ist der Adventkranz, weil er ebenso viele Kerzen trägt, wie der Advent an Tagen zählt. Das sind heuer 28 Kerzen. Kardinal Schönborn zeigte sich beeindruckt von dem Adventkranz und dem historischen Hintergrund. Schönborn, gerade aus Retz zurückgekommen, berichtete von einem dortigen Projekt, bei dem Langzeitarbeitslosen geholfen wird: „Mich berührt das Schicksal dieser Menschen sehr, deshalb unterstütze ich Ihre Aktion sehr gern“.

Die Erfindung des Adventkranzes geht auf den Gründer der evangelischen Diakonie, Johann Hinrich Wichern, zurück. Im Jahr 1839 gab es den Kranz erstmals im „Rauhen Haus“ in Hamburg. Um Kindern aus ärmsten Verhältnissen die Zeit bis Weihnachten zu verkürzen, wurde dort an einem großen Wagenrad jeden Abend eine Kerze entzündet. Familienähnliche Strukturen und eine gute Ausbildung waren bereits damals das Angebot der Diakonie, um soziale Ausgrenzung zu verhindern. Zur Unterstützung ihrer Kampagne hat die Diakonie die „ursprünglichen“ Adventkränze auch dem evangelisch-lutherischen Bischof Michael Bünker, dem Wiener Bürgermeister Michael Häupl, Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber überreicht.

ISSN 2222-2464