Das Besondere am Ehrenamt der Telefonseelsorge

Verschwiegenheit und gute Schulung sind Grundvoraussetzungen

Graz, 16. August 2001 (epd Ö), „Das Besondere am Ehrenamt der österreichischen Telefonseelsorge ist die Verpflichtung zur strengsten Verschwiegenheit und Anonymität. Dies bedeutet, dass Gesprächsinhalte den Rahmen der Telefonseelsorge nicht verlassen.“

Das erklärt „Notruf 142 – Österreichische Telefonseelsorge“ in einer Aussendung anlässlich des diesjährigen „Jahres der Ehrenamtlichen“.

Die Österreichische Telefonseelsorge, die heuer ihr 35-jähriges Bestehen feiert, verweist auch darauf, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Öffentlichkeit nicht über ihr soziales Engagement reden. Eine der Gründe für diese Zurückhaltung sei religiöser Natur. So fordere die Bibel dazu auf, Gutes im Verborgenen zu tun.

In ihrer Aussendung erinnert die Telefonseelsorge daran, dass das Ehrenamt der Telefonseelsorge das erste in Österreich gewesen ist, bei dem die Freiwilligen neben sachorientierter Information für die Gesprächsführung psychologische, psychotherapeutische und gruppendynamische Einschulung erhalten haben. Darüberhinaus werde die Gesprächspraxis mittels permanenter Supervision durch Fachleute unterstützt. Die Elemente der Ausbildung seien auch in anderen sozialen Berufen „anerkannte Bausteine“.

Die Zahl der Gesprächskontakte der Österreichischen Telephonseelsorge ist seit ihrer Gründung kontinuierlich gestiegen. Im Jahr 2000 waren es 107.638. In diesem Jahr hatte die Österreichische Telefonseelsorge insgesamt 711 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, davon 27 angestellte. Der Frauenanteil unter den Ehrenamtlichen beträgt 84 Prozent.

ISSN 2222-2464