CSI-Schweigemarsch für verfolgte ChristInnen

Rund 800 Menschen nahmen an Protestzug von Staatsoper bis Stephansdom teil

Wien (epd Ö) – Ein Zeichen gegen die Verfolgung von ChristInnen in der ganzen Welt setzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Schweigemarsches am Freitagnachmittag (8. April) in Wien, zu dem die Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity International (CSI) Österreich eingeladen hatte. Rund 800 Menschen protestierten bei ihrem Marsch von der Staatsoper über die Kärntner Straße zum Stephansdom, wo ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert wurde, schweigend gegen die Christenverfolgungen. Angeführt wurde der Protestzug von Vertreterinnen und Vertretern der Kirchen in Österreich, darunter Kardinal Christoph Schönborn, der Wiener Superintendent Hansjörg Lein und sein Amtsvorgänger Werner Horn, Monika Heitz von der Altkatholischen Kirche oder Patrick Curran (Anglikanische Kirche).

Ehrengast war in diesem Jahr der Caritas-Direktor von Nigeria, Obiora Ike. Er wies in seiner Predigt darauf hin, dass die Situation von Christinnen und Christen in seinem Land immer bedrohlicher werde. Ike forderte die europäischen Regierungen zu einer klaren Stellungnahme gegenüber Ländern auf, wo Religionsfreiheit durch den Islam nicht geduldet und im Namen der Scharia Andersgäubige diskriminert, ermordet oder verstümmelt werden.

ISSN 2222-2464