Christoffel: Vater der Blinden

Vor 125 Jahren wurde der Gründer und Namensgeber der Christoffel-Blindenmission in Rheydt/Deutschland geboren.

Wien/Rheydt, 5. September 2001 (epd Ö) Am 4. September begeht die Christoffel-Blindenmission (CBM) den 125. Geburtstag ihres Gründers, Pfarrer Ernst Jakob Christoffel. Das christlich-überkonfessionelle Hilfswerk, das heute in rund 100 Ländern der Dritten Welt jährlich rund zehn Millionen Augenkranke, Blinde und anders Behinderte behandelt und fördert, fühlt sich unverändert den Leitgedanken des großen Pioniers in Sachen Blinden- und Gehörlosenpädagogik verpflichtet. „An Ernst Christoffel fasziniert mich, dass er sich allen Widerständen zum Trotz und unter Einsatz seines Lebens der von der Gesellschaft ausgestoßenen behinderten Kinder angenommen hat“, sagt Mag. Rupert Roniger, Geschäftsführer der Christoffel-Blindenmission Österreich.

 

Die Arbeit Christoffels, der am 23. April 1955 verstorben ist, begann 1908 mit der Gründung eines Heimes für Blinde, anders Behinderte und Waisenkinder im türkischen Malatia. Die Inschrift auf seinem Grabstein nennt ihn „Vater der Blinden, Taubstummen und Niemandskinder.“

 

Die Christoffel-Blindenmission ist in Österreich seit 1989 als selbständiger Verein tätig und unterstützt derzeit 55 Hilfsprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist der Aufbau eines nationalen Blindheitsverhütungsprogramms in Äthiopien.

ISSN 2222-2464