Chalupka: Kein Jugendlicher darf verloren gehen

Diakonie-Direktor Michael Chalupka überreichte Sozialminister Rudolf Hundstorfer am 26. November einen original Diakonie-Adventkranz. Bild: epd/Uschmann
Diakonie-Direktor Michael Chalupka überreichte Sozialminister Rudolf Hundstorfer am 26. November einen original Diakonie-Adventkranz. Bild: epd/Uschmann

Adventkranz an Sozialminister Rudolf Hundstorfer überreicht

Wien (epdÖ) – Diakonie-Direktor Michael Chalupka hat im Rahmen der Aktion „Hoffnungsträger“ am 26. November einen original Diakonie-Adventkranz an Sozialminister Rudolf Hundstorfer überreicht. Verbunden war damit auch eine Botschaft: Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten müsste alles getan werden, damit kein Jugendlicher verloren gehe. Gebunden wurde der Adventkranz von SchülerInnen der ersten berufsbildenden mittleren Schule Österreichs mit sonderpädagogischem Schwerpunkt.

Diakonie-Direktor Michael Chalupka erklärte im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst: „Wir wollen die spirituelle Bedeutung des Adventkranzes mit den sozialen Anliegen verbinden, so wie das bei Johann Hinrich Wichern selbst auch war. Beim Sozialminister ist es das Besondere, dass die Jugendlichen aus der iFIT-Schule – der Inklusiven Fachspezifischen Schule für Individualisierte Teilausbildungen – den Kranz hergestellt haben und ihn auch überreichen. Diese Schule, in der besonders gefährdete Jugendliche betreut werden und in der inklusive Bildung tagtäglich geschieht, wird auch durch das Sozialministerium unterstützt, wofür wir uns hier heute auch bedanken wollen.“

„Jeder junge Mensch ist wertvoll und hat ein individuelles Potential, welches oft erst entdeckt werden muss“, so Sozialminister Hundstorfer. Die Arbeitsmarktpolitik der österreichischen Bundesregierung unterstütze die Jugendlichen mit speziellen Programmen, ihre Kompetenzen und Fähigkeiten zu stärken, sagte der Sozialminister und verwies auf das neue Angebot „Ausbildungsfit“ oder das erfolgreiche „Jugendcoaching“, das ab 2013 österreichweit angeboten wird. „Wir müssen jungen Menschen jene Unterstützung geben, die sie brauchen, um sich am Arbeitsmarkt orientieren zu können und einen erfolgreichen Einstieg zu schaffen“.

Die Erfindung des Adventkranzes geht auf die Ursprünge der Diakonie zurück. Im Jahr 1839 stand er erstmals im „Rauhen Haus“ in Hamburg, dessen Leiter Johann Hinrich Wichern war. Um Kindern aus ärmsten Verhältnissen die Zeit bis Weihnachten zu verkürzen, wurde dort an einem großen Wagenrad jeden Abend eine Kerze entzündet. Familienähnliche Strukturen und eine gute Ausbildung waren bereits damals das Angebot der Diakonie, um soziale Ausgrenzung zu verhindern. In einem PIXI-Buch, das es bei der Diakonie zu kaufen gibt, wird die Geschichte des Adventkranz kindgerecht nacherzählt.

Im Rahmen der Kampagne wird der Diakonie-Adventkranz mehreren Verantwortungsträgern in Politik und Kirchen überreicht, erhalten haben ihn bereits etwa Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, die Landeshauptleute Hans Niessl und Erwin Pröll sowie Kardinal Christoph Schönborn. Informationen zur Kampagne und Bestellmöglichkeiten für das PIXI-Buch finden Sie auf www.diakonie.at.

ISSN 2222-2464