Chalupka: Integration statt inhumaner Abschreckung

Westenthalers Vorschläge halten der Realität nicht stand

Wien, 3. Juli 2002 (epd Ö) „Der Clubobmann der FPÖ, Peter Westenthaler, weiß selbst, dass seine Vorschläge, die Sozialleistungen von ZuwanderInnen zu kürzen, inhuman und zudem nicht verwirklichbar sind“, so der Direktor der Diakonie, Pfarrer Michael Chalupka, auf Anfrage des epd, „doch er übt sich in der symbolischen Politik der Abschreckung und versucht, niederste Instinkte des Neids und der Fremdenfeindlichkeit anzusprechen.“

Bei Versicherungsleistungen ist eine Schlechterstellung von ganzen Gruppen von BeitragszahlerInnen nicht möglich, bei Transferleistungen gilt das Gleichheitsprinzip zwischen den verschiedenen ausländischen Drittstaatsangehörigen. Die Vorschläge halten der Realität also nicht stand. Chalupka: „Die Vorschläge sind einzig geeignet, tiefe Ressentiments zu schüren und die seelische Hygiene Österreichs zu korrumpieren.“

ISSN 2222-2464