Burgenland: Ökumenischer Hirtenbrief zum Pogromgedenken

Bischof Ägidius Zsifkovics (l) und Superintendent Manfred Koch (r) überreichten am 30. Oktober den ökumenischen Hirtenbrief an Oberrabbiner Arie Folger (m). Foto: kathbild.at/Franz Josef Rupprecht
Bischof Ägidius Zsifkovics (l) und Superintendent Manfred Koch (r) überreichten am 30. Oktober den ökumenischen Hirtenbrief an Oberrabbiner Arie Folger (m). Foto: kathbild.at/Franz Josef Rupprecht

„Gegen ein Schweigen, das zum Himmel schreit“

Eisenstadt (epdÖ) – Einen gemeinsamen Hirtenbrief im Gedenken an den 80. Jahrestag der nationalsozialistischen Novemberpogrome am Freitag, 9. November, haben der burgenländische evangelische Superintendent Manfred Koch und der Eisenstädter römisch-katholische Bischof Ägidius J. Zsifkovics verfasst. Der ökumenische Hirtenbrief richtet sich „gegen ein Schweigen, das zum Himmel schreit“ und enthält eine Erklärung auch zur Mitverantwortung der Kirchen an der nationalsozialistischen Judenverfolgung, heißt es in einer Aussendung der katholischen Diözese Eisenstadt. Der Brief wird im Rahmen einer Gedenkveranstaltung am Dienstag, 30. Oktober, überreicht und in weiterer Folge an alle katholischen und evangelischen Pfarren des Burgenlandes zum Verlesen gesendet.

Die Veranstaltung in der Synagoge des Jüdischen Museums in Eisenstadt steht im Zeichen des Bedenkens und Bekennens der christlichen Kirchen zum Gedenkjahr 2018. Oberrabbiner Arie Folger, Bischof Zsifkovics und Superintendent Koch werden gemeinsam beten. Es folgen Ansprachen des evangelischen Superintendenten und des katholischen Bischofs. Kantor Rami Langer singt, zum Abschluss werden Bischof Zsifkovics und Superintendent Koch ihre Erklärung der christlichen Kirchen an den Oberrabbiner überreichen. Der Beginn ist um 17 Uhr.

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ISSN 2222-2464