Buntes Programm zur Langen Nacht der Kirchen

Das Bibelzentrum in Wien geht in der Ausstellung "Gott hat den Fremdling lieb" der biblischen Sicht der Fremden und des Umgangs mit ihnen auf die Spur (Foto: Bibelzentrum)
Das Bibelzentrum in Wien geht in der Ausstellung "Gott hat den Fremdling lieb" der biblischen Sicht der Fremden und des Umgangs mit ihnen auf die Spur (Foto: Bibelzentrum)

Zahlreiche evangelische Pfarrgemeinden öffnen am 1. Juni ihre Türen

Hören, Staunen, Beten und Miteinander reden – die Lange Nacht der Kirchen bietet auch im heurigen Jahr viele Möglichkeiten, den christlichen Kirchen neu zu begegnen. Viele Pfarrgemeinden öffnen am 1. Juni ihre Tore weit um Besucherinnen und Besucher willkommen zu heißen. Mit dabei auch diesmal wieder: die evangelischen Pfarrgemeinden. So bunt und vielfältig die evangelischen Kirchen sind, so abwechslungsreich und vielschichtig sind auch die Programmpunkte.

Wenn um 17.50 Uhr die Kirchenglocken in ganz Wien die Lange Nacht der Kirchen einläuten, dann ist dies in der Wiener Dorotheergasse doppelt so laut zu hören. In dieser Gasse unweit des Grabens und des Neuen Marktes stehen gleich zwei evangelische Kirchen nebeneinander.

Durch das Programm der Lutherischen Stadtkirche in der Dorotheergasse 18 in 1010 Wien zieht sich das Thema Kunst wie ein roter Faden. „Tasterix und Orgelix“ – Kirchenmusikerin Erzsébet Windhager-Geréd bietet um 18.30 Uhr eine spannende und informative Orgelführung für Kinder an. Um 21 Uhr spricht Autor Daniel Glattauer unter dem Motto „Schreiben dicht am Leben“ über seine Arbeit, um 23 Uhr lädt ein „Messias – Sing along“ Hobbysängerinnen und Hobbysänger dazu ein, Georg Friedrich Händels bekanntestes Oratorium zu singen.

Drei atemberaubende, präzise harmonierende und ausgewogene Soulstimmen werden den Kirchenraum der Reformierten Stadtkirche in der Dorotheergasse 16 in 1010 Wien füllen. Die berühmten „Rounder Girls“ geben ab 21 Uhr „Gospel at it’s Best“. Im Gemeindesaal präsentiert der Künstler Ernst Steiner seine Ausstellung „Urform und Symbol“.

Wie aktuell die biblischen Geschichten und Botschaften sind, zeigt ein Besuch im Bibelzentrum beim Museumsquartier im siebenten Wiener Gemeindebezirk, Breite Gasse 4-8. Die Ausstellung „Gott hat den Fremdling lieb“ geht der biblischen Sicht der Fremden und des Umgangs mit ihnen auf die Spur. Viele biblische Charaktere waren auf der Flucht oder lebten als Fremde in anderen Ländern.

Die Geschichte der Messiaskapelle am Alsergrund spiegelt die Geschichte Wiens des vergangenen Jahrhunderts wieder. Von der jüdischen Vergangenheit, der Mädchenschule, der schwedischen Israelmission, den Geschehnissen während und nach den Kriegsjahren bis zur evangelischen Predigtstation und zur eigenständigen Gemeinde gibt die Veranstaltung „Geschichte im Gespräch“ um 19.30 Uhr und 21.15 Uhr in der Seegasse 16, 1090 Wien Auskunft.

„Muss Kirche immer todernst sein?“, fragen „Die Widerständigen“ und laden um 20 Uhr zum Kirchenkabarett aus der Donaustadt. Die Pfarrgemeinde in der Erzherzog-Karl-Straße 145-147 in 1220 Wien bietet einen humoristischen Blick auf das kirchliche Leben mit seinen lieb gewordenen Gewohnheiten und manchmal auch Skurrilitäten.

Nähere Informationen zum Programm der Langen Nacht der Kirchen finden sie im Internet unter www.langenachtderkirchen.at

ISSN 2222-2464