Bundespräsident Fischer besucht Kärntner Landesausstellung

Am 10. Juli besucht Bundespräsident Heinz Fischer die Landesausstellung in Fresach.
Am 10. Juli besucht Bundespräsident Heinz Fischer die Landesausstellung in Fresach.

Superintendent Sauer: Ausstellung in Fresach schlägt Brücke in die Gegenwart

Fresach (epdÖ) – Bundespräsident Heinz Fischer besucht am 10. Juli die Landesausstellung „Glaubwürdig bleiben – 500 Jahre protestantisches Abenteuer in Kärnten“ in Fresach. „Wir empfinden diesen Besuch als ein ermutigendes Signal der Wertschätzung, das uns auch für die weitere Ausstellungsdauer zusätzliche Motivation und Rückenwind verleiht“, erklärte dazu der Kärntner Superintendent Manfred Sauer in einer Aussendung.

Die Ausstellung versuche, die fast 500-jährige Geschichte der Evangelischen in Österreichs südlichstem Bundesland in „konzentrierter, spannender und ansprechender Weise“ aufzubereiten. Schwerpunkte dabei sind jener Zeitabschnitt, in dem die Menschen ihren Glauben im Geheimen leben mussten, der Stelenpark, für den jede der 33 Kärntner Pfarrgemeinden eine eigene Skulptur entworfen hat sowie die „black box“, ein schwarzer Würfel, mit dessen Hilfe versucht wird, durch Interviews und Videos einen Bezug zur Gegenwart herzustellen. Einmalig ist die Vermittlung durch Jugendliche im Alter von 16 bis 19 Jahren. Sie haben sich rund ein Jahr intensiv auf diese Aufgabe vorbereitet und führen jeweils zu zweit durch die gesamte Schau.

„Wir wollen mit der Ausstellung aber nicht nur den Blick in die Vergangenheit richten, sondern die Frage stellen, was haben die vier großen Themen, die die Ausstellung gliedern, mit uns heute zu tun“, sagt Sauer. „Wo sehen und erkennen wir Reformbedarf? Wie gehen wir damit um, wenn der Anpassungsdruck von außen größer wird? Gelingt es uns, glaubwürdig zu bleiben und gegenüber anderen Minderheiten dialogfähig und tolerant zu sein?“

ISSN 2222-2464