Bundespräsident besuchte Evangelisches Gymnasium

Fischer: „Ganztägige Schulform wird sich durchsetzen“

Wien (epd Ö) – Das Evangelische Gymnasium in Wien-Erdberg hat Bundespräsident Heinz Fischer am Dienstag, 16. November, besucht. „Die Schulzeit war für mich sehr prägend, und ich bin froh, dass ihr in eine Schule geht, die Werte und Prinzipien ganz bewusst vermittelt“, sagte der Bundespräsident im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern. Fischer zeigte sich überzeugt davon, dass das System der alten Schulform, wie er es erlebt habe, verändert werden müsse: „Es ist eben nicht mehr so, dass zu Hause Mama und Papa sind, und die Mama wartet, dass das Kind aus der Schule kommt.“ Daher werde sich über kurz oder lang eine ganztägige Schulform durchsetzen, „denn die Schule muss sich ja der Realität anpassen“.

Bundespräsident Fischer ließ sich im Evangelischen Gymnasium die verschiedenen berufsbildenden Zweige wie etwa die Goldschmiede, die EDV-Technik oder die Tischlerei zeigen. Weiters führte er ein Gespräch mit Schülerinnen und Schülern, die den diakonischen Zweig der Schule besuchen. Hier haben die Schülerinnen und Schüler unter anderem alle zwei Wochen Kontakt mit den BewohnerInnen des Wohnheims im selben Haus, teilen ihre Erfahrungen und tauschen sich miteinander aus. Besonders die jüngsten Schülerinnen und Schüler zeigten sich beeindruckt von ihrem Bundespräsidenten und haben hartnäckig um Autogramme gebeten.

Das Evangelische Gymnasium bietet neben einem neusprachlichen Gymnasium mit diakonisch-sozialem Schwerpunkt auch ein Realgymnasium mit handwerklicher Ausbildung, das Werkschulheim. Hier haben die SchülerInnen die Möglichkeit, in der Oberstufe neben einer AHS-Ausbildung auch eine Lehre zu absolvieren.

ISSN 2222-2464