Bünker: Ökumenische Entwicklung unumkehrbar

Oberkirchenrat erwartet konkrete Schritte Richtung Anerkennung – „Ökumene ist kein Einheitsbrei“ – Trennung bei Abendmahl „belastende Situation“

Wien (epd Ö) – Vom neuen Papst erwarten sich die evangelischen Kirchen konkrete Schritte zu einer gegenseitigen Anerkennung. Das hatte der evangelisch-lutherische Oberkirchenrat Hon.Prof. Dr. Michael Bünker bereits vor Beginn des Konklave im Kurier (Sonntagsausgabe) erklärt.

Johannes Paul II. habe die Öffnung der katholischen Kirche für die ökumenische Bewegung seit dem Konzil deutlich weitergeführt. „Eine unumkehrbare Entwicklung. Nun sind konkrete Schritte der Umsetzung dran“, so der Oberkirchenrat. Ökumene sei kein „Kircheneinheitsbrei, sondern die Gemeinschaft von unterschiedlichen Kirchen, die sich gegenseitig anerkennen“. Eine solche Anerkennung erwarten laut Bünker die evangelischen Kirchen. Bünker: „Dann wird auch möglich sein, dass wir uns nicht länger beim Abendmahl trennen.“ Die evangelische Kirche lade schon lange zum Abendmahl ein, die katholische Kirche geht diesen Schritt noch nicht. „Eine belastende Situation für alle, vor allem für die konfessionsverbindenden Ehen und Familien“, konstatiert der Oberkirchenrat und Ökumeneverantwortliche in der Kirchenleitung.

ISSN 2222-2464