Bubik: Dramatische Situation der AsylwerberInnen

Dringender Hilferuf der Aktion Notquartier

Wien, 2. Oktober 2002 (epd Ö) Die Situation obdachloser und von Obdachlosigkeit bedrohter AsylwerberInnen ist so dramatisch, wie sie es in den vergangenen zwölf Jahren noch nicht gewesen ist. Das betont der Geschäftsführer des Evangelischen Flüchtlingsdienstes der Diakonie, MMag. Michael Bubik, am 2. Oktober in einem Aufruf an die Evangelischen Pfarrgemeinden A.B. und H.B. in Wien und Umgebung. In dem Aufruf äußert Bubik die dringende Bitte an die Gemeinden: „Beraten Sie eingehend in Ihren Gremien, ob Sie sich in diesem Winter nicht doch – erstmals oder wieder – an der Aktion Mobiles Notquartier beteiligen können.“ Derzeit werde befürchtet, dass in den Wochen vor Beginn des Winters bis zu 1.000 obdachlose AsylwerberInnen an die Türen der Hilfsorganisationen klopfen werden. Wörtlich schreibt Bubik: „Viele Menschen, die kommen, sind mit falschen Erwartungen nach Österreich gekommen bzw. gelockt worden und werden hier kaum Asyl bekommen. Diese Feststellungen können jedoch nur in einem raschen Asylverfahren getroffen werden, und in dieser Zeit müssen Menschen zumindest ein Dach über dem Kopf und eine Basisverpflegung haben.“

Die Koordination der Aktion Mobiles Notquartier hat Mag. Stephanie Broer, Evangelischer Flüchtlingsdienst, Steinergasse 3/12, 1170 Wien, Tel.: 01/402 67 54/13, Fax DW 16, E-Mail: Finanzielle Unterstützung wird erbeten auf das Konto EKK 740.01.79, BLZ 31800, oder PSK 900.064.23, Kennwort: Aktion Schützling

ISSN 2222-2464