Brunnen für die Seele

„dez“-Innsbruck erhält Diakoniepreis 2002

Wien, 30. Oktober 2002 (epd Ö) Der „Brunnen für die Seele“ im „dez“-Innsbruck erhält den Diakoniepreis 2002 der Evangelischen Kirchen. Bei dem Projekt handelt es sich eine ökumenische Seelsorgeeinrichtung im größten Einkaufszentrum Westösterreichs. „Dieser Brunnen ist eine Anlaufstelle zum Ausruhen, Kraft schöpfen und mit der Möglichkeit zu

seelsorgerlichen Gesprächen“, sagte der Präsident der Generalsynode, RA Dr. Peter Krömer, bei der Überreichung des Preises im Rahmen des Empfangs zum Reformationsfest am Mittwoch, 30. Oktober, in Wien. Interessant sei an diesem Projekt die Verbindung von kirchlicher Initiative und die Beteiligung der Betreiber des Einkaufszentrums. Krömer: „Beiden geht es um den Menschen.“ Auch die Kombination von Haupt- und Ehrenamtlichen und die ökumenische Anbindung habe die Jury beeindruckt.

Der heurige Diakoniepreis in der Höhe von 7270 Euro – gesponsert wie auch im letzen Jahr von der Raiffeisen Landesbank Oberösterreich – verteilt sich insgesamt auf drei Projekte.

Ausgezeichnet wurde ferner das Wohnheim Salztor-Zentrum der Heilsarmee in Wien. In diesem Wohnheim werden Obdachlose betreut. Die Idee des betreuten Wohnens als Lernwohnung sei zu einem Therapiezentrum gewachsen, berichtete Krömer, der gemeinsam mit RLB-OÖ Generaldirektor

Dr. Ludwig Scharinger die Auszeichnung vornahm.

Weiterer Preisträger ist das Evangelische Alten- und Pflegeheim in der Grazer

Nibelungengasse. „Das Projekt will Menschen, die haltlos geworden sind, Halt im Leben geben“, so der Synodenpräsident. Menschen, die an seniler Demenz oder an der Alzheimerkrankheit leiden, bekommen diesen Halt in der Tagespflege der Betreuungseinrichtung. Seit zwei Jahren genießen zwölf Menschen dort zeichenhafte Hilfe in einer Tagesstruktur, die Orientierung biete. Das besondere daran sei, dass auch den pflegenden Angehörigen Hilfe angeboten werde.

ISSN 2222-2464