Bruder Baum

"Es ist Zeit sich die Tränen aus den Augen zu wischen und klar zu sehen. Wer den Wald zerstört, begräbt die Hoffnung auf die Rettung von Gottes guter Schöpfung." Foto: wikimedia/Dirk Embert/WWF
"Es ist Zeit sich die Tränen aus den Augen zu wischen und klar zu sehen. Wer den Wald zerstört, begräbt die Hoffnung auf die Rettung von Gottes guter Schöpfung." Foto: wikimedia/Dirk Embert/WWF

Von Gott und der Welt – Michael Chalupka über die brennende grüne Lunge

Die Menschheit wusste immer schon um den Wert des Waldes. Bäume zu pflanzen gehört zu den großen Hoffnungsbildern. Im biblischen Buch des Propheten Jesaja verspricht Gott den geschundenen Armen: „Ich will in der Wüste wachsen lassen Zedern, Akazien, Myrten und Ölbäume; ich will in der Steppe pflanzen miteinander Zypressen, Buchsbaum und Kiefern.“ Das zeigt welche Hoffnungskraft in diesem Bild steckt. Das Grün der Bäume beruhigt, senkt den Blutdruck, verwandelt CO2 in Sauerstoff, hat das Potential die Klimakatastrophe zu bremsen. Bruder Baum schenkt Hoffnung.

Zum andern begleitet die Vernichtung der Wälder die Entstehung der Zivilisation. Die Römer haben den Mittelmeerraum verkarsten lassen. Die berühmten Zedern des Libanon, finden sich nur mehr auf der Flagge und in einem kleinen Naturschutzgebiet des Wadi Qaadischa. Die einst bewaldete grüne Insel Irland ist heute nahezu baumfrei.

Nun weint die Welt über den brennenden Regenwald am Amazonas. Die Brände werden gelegt, um Land urbar zu machen. Der brasilianische Präsident Bolsonaro feixt grinsend, NGO’s hätten die Brände gelegt. Die Welt weint, während ihre grüne Lunge verbrennt. Doch beim Amtsantritt des rechtsextremen Präsidenten, haben die Finanzmärkte Beifall geklatscht. Es ist Zeit sich die Tränen aus den Augen zu wischen und klar zu sehen. Wer den Wald zerstört, begräbt die Hoffnung auf die Rettung von Gottes guter Schöpfung.

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ISSN 2222-2464