Bischofsvikar Dura übernimmt Vorsitz im Ökumenischen Rat der Kirchen

Rumänisch-orthodoxer Bischofvikar löst am 1. Jänner den evangelisch-lutherischen Altbischof Herwig Sturm ab

Wien (epdÖ) Nicolae Dura, Bischofsvikar der rumänisch-orthodoxen Kirche, wird mit Jahreswechsel neuer Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ). Das hat das ökumenische Beratungsgremium der 14 staatlich anerkannten christlichen Kirchen bei seiner Herbstvollversammlung am Donnerstag, 15. Oktober, in Wien beschlossen. Dura übernimmt das Amt am 1. Jänner 2010 vom evangelisch-lutherischen Altbischof Herwig Sturm, der in den vergangenen vier Jahren den ÖRKÖ-Vorsitz innehatte.

Nicolae Dura stammt aus der Nähe von Sibiu/Hermannstadt in Siebenbürgen (Rumänien). 1990 kam er durch ein Stipendium der Österreichischen Bischofskonferenz nach Wien und studierte an der Katholisch-Theologischen Fakultät. 1993 wurde er Pfarrer in Wien, 1998 rumänisch-orthodoxer Bischofsvikar für Österreich. Seit 2004 ist Dura stellvertretender ÖRKÖ-Vorsitzender.

Den Vorsitzenden vertreten künftig der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker und der Innsbrucker römisch-katholische Diözesanbischof Manfred Scheuer. Zum neuen Pressesprecher des Ökumenischen Rates wurde der Leiter des Wiener Instituts für Theologie und Geschichte des christlichen Ostens, Rudolf Prokschi, gewählt. Er löst in dieser Funktion den früheren methodistischen Superintendenten Helmut Nausner ab.

Der neu gewählte ÖRKÖ-Vorstand ist für zwei Jahre gewählt.

ISSN 2222-2464