Bischof Sturm in Neujahrsansprache: Unglaubliches Leid in Südostasien

Netz der Hilfsorganisationen und Kirchen bewährt sich

Wien (epd Ö) – “Hilfe für Millionen Menschen in den betroffenen Ländern ist nun geboten”, sagte der lutherische Bischof Mag. Herwig Sturm angesichts der Flutkatastrophe in Südostasien in seiner Neujahrsansprache am 1. Jänner im ORF. Dabei bewähre sich jetzt das Netz der Hilfsorganisationen und der Kirchen, “denn jetzt wird auch unsere Hilfe, werden unsere finanziellen Beiträge sofort umgesetzt in medizinische Betreuung, in die Versorgung der notleidenden Menschen mit Lebensmitteln und Wasser und was sonst zum Überleben notwendig ist.”

Die persönliche und direkte Anteilnahme gelte “den Betroffenen in unserer Mitte: Die Österreicherinnen und Österreicher, die jetzt zurückkommen, sind in guten Händen: Ärzte helfen bei den äußeren Wunden, PsychologInnen, NotfallseelosrgerInnen geben erste Hilfe für die Seele,” so Sturm, der selbst ausgebildeter Notfallseelsorger ist und in der Silvesternacht auf dem Flughafen Wien-Schwechat Zurückkommende und Angehörige betreut hat.

“Es wird uns in diesen Tagen wieder bewusst, wie zerbrechlich und gefährdet unser Leben ist”, so Sturm. “Und es wird uns wieder bewusst, dass wir unser Leben nicht selbst in der Hand haben. Ich glaube, dass jedes Leben in Gottes Hand geborgen ist.”

Auch gelte die Anteilnahme jetzt den Familien, die Angehörige vermissen: “Das Hoffen und Warten auf ein Lebenszeichen und die Angst vor dem Schlimmsten sind ganz schwer zu ertragen.” Das besondere Gedenken und “unsere Gebete gelten den Toten: Ich bete zu Gott, dass sie, die Jesus Christus gleich geworden sind in ihrem Tod, nun auch ihm gleich werden in der Auferstehung.”

Für das neue Jahr wünscht der Bischof “Trost und Kraft und gegenseitige Hilfe. Ohne vor diesem unglaublichen Leid die Augen zu verschließen, wünsche ich ein Jahr voller Leben und voller Liebe im Geist Jesu Christi und im Segen Gottes”.

ISSN 2222-2464