Bischof Sturm besuchte UNO-Truppen in Syrien

480 österreichische UNO-Soldaten am Golan

Wien, 7. April 2004 (epd Ö) Die österreichischen UNO-Truppen in Syrien besuchte in der vergangenen Woche der evangelisch-lutherische Bischof Mag. Herwig Sturm. Nach Gesprächen im Offizierskorps und mit einzelnen Mannschaften zeigte sich der Bischof beeindruckt vom „Friedensdienst, den österreichische Soldaten hier seit 30 Jahren leisten“. In der Grenzzone zwischen Israel und Syrien sind derzeit 480 österreichische UNO-Soldaten stationiert, rund 50.000 österreichische Soldaten haben bisher am Golan Dienst geleistet. Die bisherigen Kontakte, so der Bischof, hätten den hohen Stellenwert der Militärseelsorge deutlich werden lassen. Hier gehe es um „wichtige Themen im schwierigen Alltag“ der Soldaten.

Sturm, der sich von Montag, 29. März, bis Freitag, 2. April, in Syrien aufhielt, wurde begleitet vom ranghöchsten evangelischen Militärgeistlichen, Militärsuperintendent Mag. Oskar Sakrausky.

Syrien und Israel streiten seit dem Sechs-Tage-Krieg im Jahr 1967 um die Golan-Höhen. Die etwa 1.800 Quadratkilometer große Hügelregion ist zu zwei Drittel von Israel besetzt und strategisch bedeutsam, da von dort mehrere Jordan-Zuflüsse ausgehen. Auch militärisch ist der Golan für Israel wichtig. Wie ein natürlicher Schießstand erheben sich die auf mehr als tausend Meter ansteigenden Höhen über das Jordantal und die galiläische Ebene im Norden Israels. Eine UNO-Truppe kontrolliert eine Pufferzone, damit es am Golan nicht zu Zusammenstößen zwischen den verfeindeten Staaten kommt.

ISSN 2222-2464