Bischof Sturm beim Reformationsempfang: Evangelium in der Welt bewähren

Reformationsempfang 2007. Im Vordergrund Bischof Herwig Sturm und Gattin Gertrude
Reformationsempfang 2007. Im Vordergrund Bischof Herwig Sturm und Gattin Gertrude

Wien (epd Ö) – Seine letzte Rede als Bischof der Evangelisch-lutherischen Kirche in Österreich hat Mag. Herwig Sturm beim Reformationsempfang am 30. Oktober in der Akademie der Wissenschaften gehalten. In seinem Rückblick auf das vergangene Jahr betonte der scheidende Bischof, wie wichtig ihm die Organisationsentwicklung Offen Evangelisch sei, „auch wenn wir beim Naßwalder Modell noch ganz am Anfang der Diskussion stehen“. Als einen „wichtigen Fortschritt“ bezeichnete Sturm die ‚Evangelischen Daten Online‘ (‚Egon‘): „Ich freue mich sehr, dass das funktioniert.“

 

Würdigung unserer Kirche

 

Dass die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) Anfang des Jahres von Berlin nach Wien zog und Oberkirchenrat Dr. Michael Bünker zu ihrem Generalsekretär wurde, sei „eine hohe Anerkennung nicht zuletzt des guten Klimas der Ökumene in Österreich“. In Bezug auf die Dritte Ökumenische Versammlung in Sibiu im September sagte der Bischof, dass die österreichische Delegation „die einzige Abordnung war, die nicht nach Konfessionen, sondern ökumenisch aufgetreten ist“. Die Schlusserklärung von Sibiu enthalte „gute Ansätze zur Weiterarbeit“ wie etwa den Aufruf, sich besonders um AsylwerberInnen und MigrantInnen und ihre Rechte zu kümmern.

 

Euro 2008 – Fußball in der Schweiz und in Österreich

 

In einem Ausblick auf 2008 wies Sturm auf die Fußballeuropameisterschaft 2008 in der Schweiz und in Österreich hin: „Unsere Kirchen bereiten sich intensiv in ökumenischer Zusammenarbeit für ihre Präsenz bei diesem großen gesellschaftlichen Ereignis vor.“ Als Jahresthema für das kommende Jahr werden die Kirchen an die Erklärung vor zehn Jahren anknüpfen: „Die Evangelische Kirche und die Juden“. Der „Weg des Buches“ soll im Frühjahr eröffnet werden und „auf die Spuren der Bibelschmuggler und Geheimprotestanten von Passau bis Arnoldstein führen“.

 

Der „Schatz der Kirche“ sei das Evangelium, so Sturm, die Nachricht vom heilenden und befreienden Handeln Gottes. Diese zu verkündigen und in der Welt konkret zu bewähren, „ist Auftrag und Verheißung unserer Kirche. Dazu segne uns Gott“, schloss der Bischof.

ISSN 2222-2464