Bischof Bünker besucht UN-Truppen auf dem Golan

Foto wikimedia
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„Menschen bei einem herausfordernden Einsatz begleiten“

Wien (epd Ö) – Der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker besucht die österreichischen UN-Truppen auf dem Golan. Auf dem Programm des einwöchigen Besuchs stehen Begegnungen mit den evangelischen Soldaten des Kontingents, ökumenische Gottesdienste oder auch ein Termin beim Militärattaché und bei der österreichischen Botschafterin in Damaskus.

Bünker, der gemeinsam mit Militärsuperintendent Oskar Sakrausky am Freitag, 18. Februar, nach Syrien aufgebrochen ist, unterstreicht im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst den seelsorgerlichen Aspekt der Reise: „Es geht darum, im Rahmen der Militärseelsorge Menschen bei einem sehr herausfordernden Einsatz zu begleiten.“ Österreich habe sich durch seine Teilnahme an UN-Friedenseinsätzen „große Verdienste und einen guten Ruf“ erworben, so der Bischof weiter. Gleichzeitig helfe der Besuch auch dabei, „Einblick zu bekommen in die Situation im Nahen Osten“.

Seit 1974 überwachen österreichische Friedenssoldaten auf den Golanhöhen die Einhaltung des Waffenstillstandes zwischen Syrien und Israel. Der aktuelle Einsatz der Blauhelme erfolgt im Auftrag der Vereinten Nationen und beruht auf einem Ministerrats- bzw. Nationalratsbeschluss vom Oktober 2002. Auf den Golanhöhen arbeiten die Österreicher zusammen mit Soldaten aus Japan, Indien, Kanada, Kroatien und den Philippinen.

ISSN 2222-2464