Bibelausstellung „Es begab sich aber zu der Zeit …“ im Bibelzentrum eröffnet

Das Geheimnis von Weihnachten entdecken

Wien (epd Ö) „Wir wollen den Menschen einfach das Geheimnis von Weihnachten wieder nahe bringen“, sagte die Direktorin der Österreichischen Bibelgesellschaft, Dr. Jutta Henner, bei der Eröffnung der Ausstellung „Es begab sich aber zu der Zeit …“ am Donnerstag, 30. November, im Bibelzentrum in Wien. „Hier bei uns kommen viele Menschen vorbei, die Weihnachtsmärkte besuchen oder in das Museumsquartier gehen. Auch an sie richtet sich diese Ausstellung.“ Die Ausstellung sei daher auch unter einem „bibelmissionarischen Aspekt“ zu sehen. „Es begab sich aber zu der Zeit …“ ist nach einem halben Jahr Vorbereitungszeit gemeinsam mit der Akademischen Verlagsanstalt Graz entstanden und bietet sieben Faksimiles von Bibeln vom 9. Jahrhundert bis ins Mittelalter und zwölf über zwei Meter große Tafeln mit Erklärungen und Illustrationen zu Weihnachten, wie es die Bibel erzählt.

Bünker: Christentum gestaltet Zusammenleben

Die Ausstellung verdeutliche, dass das Christentum auch heute noch das Zusammenleben beispielsweise in der Kultur oder der Kunst gestalte, betonte Oberkirchenrat Dr. Michael Bünker. Das Christentum sei „nicht Vergangenheit sondern Kultur prägende Kraft“. Die Ausstellung käme einer „wunderbaren Einladung zu einer Zeitreise gleich“, meinte Mag. Christoph Schaffer von der Akademischen Verlagsanstalt Graz, mit der die Bibelgesellschaft die Ausstellung realisiert hat. „Von der eigenen Erinnerung hin zu den Anfängen des Christentums bis in das Mittelalter hinein geht diese Reise“, erklärte Schaffer, der sich bei Henner für die „gute Idee und die hervorragende Zusammenarbeit“ bedankte.

„Weihnachten bedeutet, dass Gott in die Welt gekommen ist. Diesen Einbruch Gottes in die Welt sehen wir heute auf herrliche Weise in dieser Ausstellung“, sagte Metropolit Eustathius Matta Roham von der syrisch-orthodoxen Erzdiözese Jazira und Euphrataus. „Wir alle sind von unterschiedlichen Nationen mit unterschiedlichen Hautfarben, aber wir haben alle dieselbe Bibel mit denselben Grundlagen wie der Nächstenliebe. Und unsere Nächsten sind immer unsere Nachbarn.“ Für Bischof Dr. Mesrob K. Krikorian von der Armenisch-Apostolischen Kirche ist die Ausstellung „guter Anlass, dass Menschen ihren Glauben wieder neu erleben“. Hier zeige sich, dass die Menschen „Schwestern und Brüder mit denselben Wurzeln“ seien.

Erfreut zeigte sich Henner über die zahlreichen Anmeldungen von Schulklassen: „Das zeigt, dass unser Konzept richtig war, auch kindgerechte Elemente, wie etwa eine Kinderbroschüre und ein Sternenmännchen in die Ausstellung zu integrieren.“

Die Ausstellung in der Österreichischen Bibelgesellschaft (Breite Gasse 4-8, 1070 Wien), die in Deutsch und Englisch präsentiert wird, dauert noch bis zum 10. Jänner. Weitere Informationen gibt es unter www.bibelgesellschaft.at oder Tel.: 01 523 82 40. Der Eintritt ist frei.

ISSN 2222-2464