„Bibel in gerechter Sprache“ wird bei Workshop in Wien vorgestellt

Bünker: Neue Übersetzung ist sehr nützliches Hilfsinstrument

Wien, 8. November 2006 (epd Ö) – Zu einem Workshop zur neu erschienenen „Bibel in gerechter Sprache“ laden die Evangelische Akademie, die Evangelische Frauenarbeit und die Katholische Frauenbewegung am Mittwoch, dem 29. November, ab 15 Uhr in das Wiener Kardinal König Haus ein. Univ.-Prof. Dr. Irmtraud Fischer vom Institut für Alttestamentliche Bibelwissenschaft der Katholisch-Theologischen Fakultät Graz, die deutsche evangelische Theologin Luise Metzler und Univ.-Ass. Mag. Dr. Ursula Rapp, ebenfalls von der Katholisch-Theologischen Fakultät in Graz, werden bei dem Workshop referieren. Das Buch präsentieren dann u.a. Lektorin MMag. Andrea Taschl-Erber vom Institut für Neutestamentliche Wissenschaft der Evangelisch-Theologischen Fakultät Wien und der geistliche Oberkirchenrat der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich, Hon.-Prof. Dr. Michael Bünker.

Bünker bezeichnete die „Bibel in gerechter Sprache“ im epd Ö-Gespräch als einen „sehr anregenden Versuch“ des Umgangs mit der Bibel. Hier wäre die Bibel „auf typisch evangelische Art und Weise“ bearbeitet worden. Der Oberkirchenrat verwies auf drei Kriterien, die den ÜbersetzerInnen als Orientierung dienten. Dazu gehören die Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern, die Gerechtigkeit im Hinblick auf den christlich-jüdischen Dialog und die soziale Gerechtigkeit. Er sieht die neue Bibelübersetzung als ein „sehr nützliches Hilfsinstrument“ für die Beschäftigung mit der Bibel im Religionsunterricht, in der Gemeindearbeit und im Gottesdienst. Gleichzeitig betonte der Oberkirchenrat jedoch, dass die „Bibel in gerechter Sprache“ keinen Ersatz der Lutherbibel darstelle. Zudem sei diese neue Übersetzung auch kein Ersatz für die Beschäftigung mit den hebräischen und griechischen Urtexten der Bibel.

Das Projekt „Bibel in gerechter Sprache“ geht u.a. zurück auf Übersetzungen, die für die deutschen Evangelischen Kirchentage angefertigt wurden. Ehrenamtlich haben über 50 evangelische und katholische TheologInnen in fünf Jahren an diesem Projekt gearbeitet. Alle Übersetzungen wollen dem Ausgangstext gerecht werden und eine verständliche Sprache anbieten.

Weitere Informationen beim Kardinal König Haus, Kardinal-König-Platz 3, 1130 Wien, Tel.: 01/804 75 93-649, Fax: 01/804 97 43, E-Mail: ta.su1508581000ah-gi1508581000neok-1508581000lanid1508581000rak@g1508581000nudle1508581000mnasr1508581000uk1508581000, www.kardinal-koenig-haus.at

ISSN 2222-2464